Unschooling

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Obwohl unser Kind erst 3,5 Jahre alt ist und noch etwas Zeit hat bis die Schule beginnen würde, wissen wir jetzt schon, dass er nicht eingeschult wird! Unschooling ist uns sehr, sehr wichtig. Wir nehmen das Thema ob Schule oder nicht sehr ernst. Es ist keine Laune oder ein Modetrend! Ich sage das, weil ich neulich erst ein Gespräch mit jemanden darüber hatte. Sie meinte viele “Systemkritiker” würden unschooling dazu benutzen, um ihren Lebensstil zu rechtfertigen. Ich weiß es bei anderen nicht. Diejenigen, die ich kenne, nehmen das Thema aber genauso ernst wie wir.

Warum unschooling?

Ich habe bereits einen Beitrag dazu geschrieben: Warum wir eine alternatives, freies Lernen für unser Kind bevorzugen?

Da gehe ich genau auf diese Frage ein. Ich beschreibe die Effektivität unseres Schulsystems und skizziere die Folgen davon für die Kinder. Ebenso gehe ich dabei darauf ein, wie Kinder am besten lernen. Also lest gerne auch diesen Beitrag.

Was kann unser 3,5jähriger?

Unser Kind ist jetzt 3,5 Jahre alt und wir sehen wie großartig er sich entwickelt. Andauernd sind andere Erwachsene so beeindruckt von seiner Entwicklung.
Er ist so mutig, neugierig und selbstständig. Er zieht sich allein an und aus. Putzt seine Zähne allein (natürlich helfen wir). Er zählt sicher bis 10 in Deutsch und Englisch. Spricht mit nicht deutschsprachigen Menschen automatisch englisch. Er merkt sich Dinge unwahrscheinlich gut – Dinge, die wir schon nicht mehr wissen. Manchmal geht einer von uns mit ihm zum Einkaufen und er soll sich 4-5 Sachen merken. Obwohl aufregende Dinge dazwischen sind, wie Spielplatz, weiß er noch was zu besorgen ist. Er lernt gerade das Schwimmen! Unglaublich. Mit 3,5 Jahren schwimmt er schon unter Wasser und lange dauert es nicht mehr, dass er den Kopf auch über Wasser halten kann. Seine Wortwahl und Aussprache ist richtig gut. Er sagt Danke und Bitte.

Die Liste könnte ich sicher noch ewig fortführen.

Wie erleben wir die ersten Entwicklungsjahre?

Das Aufwachsen bei uns, gibt ihm die Zuversicht und das Vertrauen, was die Kleinen in den Anfangsjahren brauchen, um sich gut zu entwickeln. Er hat ganz viel Sicherheit und Urvertrauen in sich und kann sich entsprechend auf Weiterentwicklung konzentrieren. Um so sicherer sich ein Kind fühlt umso besser verläuft die Entwicklung.
Wir beobachten, dass das Lernen tatsächlich dann erfolgt, wenn er etwas möchte, wenn er sich dafür interessiert und nicht wenn wir es wollen. Egal wie man an der Pflanze zieht, sie wächst nicht schneller.

Was passiert im Kindergarten?

Kinder, die zu früh in der KITA sind, haben häufiger nicht solche Fortschritte, da sie hauptsächlich mit der Trauer und Angst beschäftigt sind, ob die Mutter wiederkommt und wann. Natürlich kommt die Mutter wieder, aber wissen das auch 1jährige oder 2jährige? Sie stehen an den Fenstern und weinen den Müttern hinterher. Sie haben Angst und sind die ganze Zeit verunsichert. Viele Kinder machen dies ihren Eltern klar und wollen nicht in den Kindergarten. Sie weinen, sie schreien, sie werden krank. Immer und immer wieder. Doch die Eltern reagieren kaum darauf oder gar nicht. Natürlich verstehe ich, dass die Arbeit wichtig ist. Aber was bedeutet das für die Kinder?
Mit Ausreden wie: “Im Kindergarten ist es doch so schön” oder “Du magst doch die Erzieherin XY so gern” oder “Deine Freunde warten auf dich” usw. wird das Kind dennoch genötigt hinzugehen. Schließlich kommt der Tag und das Kind hat sich daran gewöhnt und alles scheint gut.
Aber dies hat einen nachhaltigen Effekt auf ihre gesamte Entwicklung.

Aufgabe der Eltern beim unschooling

Dennoch sehe ich ganz klar die Verantwortung der Eltern beim unschooling. Unschooling oder freies Lernen heiß nicht, dass das Kind unaufmerksam nebenher läuft. Ganz im Gegenteil!

Wisst ihr wie viel Arbeit es macht, den ganzen Tag mit seinem Kind zusammen zu sein und sich eigenverantwortlich um die Entwicklung zu kümmern? Spätestens seit der Covid 19 Krise wissen die meisten, was es heißt. Die Eltern haben beim unschooling die Aufgabe Anreize und Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Es ist wichtig Bücher und anderes Material bereitzuhalten. Irgendwann auch weitere Informationsquellen, wie Internet, Bibliotheken, kulturelle Angebote und sozialen Austausch. Ja tatsächlich ist es einiges an Arbeit. Mit einem 3,5jährigen hält sich das noch in Maßen, aber umso älter die Kinder werden, umso mehr müssen die Eltern sich bemühen, dass ihre Kinder alle Chancen erhalten.

Wie setzen wir unschooling um?

Unser Kind hat Anteil an unserem Leben. Er wird nicht mit Gleichaltrigen in einem Kindergarten verwahrt. Kinder erlebt er bei Freunden, auf dem Spielplatz, am Strand oder wo sich Kinder eben so antreffen lassen. Wir nehmen Kontakt mit ihnen auf. Wir gehen mit unserem Kind in die Natur. Suchen Pflanzen, Insekten und Tiere. Besprechen dies mit ihm, weil er sich dafür interessiert. Wir gucken uns Tierdokumentationen an. Wir pflücken Obst und ernten Gemüse. Anschließend wird es verarbeitet und er hilft, wenn er Lust hat, mit. Ab und zu gehen wir in den Zoo, machen Stadtbesichtigungen, besuchen historische Bauwerke usw. Wir gucken Bücher mit ihm an oder erzählen ihm Geschichten. Er malt und bastelt alleine oder mit uns. Von klein auf singen wir zusammen oder reimen etwas. Er hat den Freiraum seine Zeit auch ohne ständige Aufsicht verbringen zu können. Natürlich gucken wir immer mal wieder nach ihm. Gemeinsamen spielen, toben und kämpfen gehört ebenso dazu. Mutter und Vater haben beide Anteil an seinem Leben und seiner Entwicklung. Besonders dies ist so bereichernd für die Entfaltung eines Kindes. Denn beide Elternteile haben so unterschiedliche Eigenschaften, von denen das Kind profitieren kann und nicht nur 1-2 h am Tag.

Fazit

Es ist für uns ein “echteres” Leben. Wahrhaftig und natürlich. In der “modernen” Welt dreht sich oft alles um Konsum, Karriere oder Abarbeiten. Schnell, schnell, schnell und muss, muss, muss!

Bei uns muss auch manches und manches muss auch schnell 🙂 Aber nicht mehr in dem Ausmaße, wie zuvor, als wir eine Wohnung hatten, beide einen festen Arbeitsplatz und zig Verpflichtungen. Unser Kind profitiert davon. Insbesondere jetzt beim Reisen. Es erlebt unterschiedliche Kulturen, lernt verschiedene Sprachen und Menschen kennen. im Moment ist die Art von unschooling perfekt.

Wir freuen uns über eure Kommentare und Anregungen zum Thema unschooling. Gerne auch eigene Erfahrungen!

Weltreise mit Kind – Unvergessliche Momente

Weltreise mit Kind

Eine Weltreise mit Kind zu machen ist eine unserer besten Entscheidungen überhaupt gewesen.

Heute habe ich erlebt, wie mein Kind das Schaukeln gelernt hat. Es war eine unvergessliche Freude. Dieses Ereignis hat mich heute inspiriert diesen Beitrag zu schreiben.

Zeit mit unseren Kindern

Jeder von uns, der Kinder hat, hat sicher schon mal über die verfliegende Zeit nachgedacht. Sie werden so schnell groß. Erst mit Kindern nehmen wir die schnelle Zeit erst überhaupt war. Sie rast wortwörtlich davon.

Heute bei dem Schaukelerfolg ist es mir wieder mal bewusst geworden. Doch habe ich großes Glück, dass ich dauerhaft bei meinem Kind sein kann und alle seine Entwicklungsschritte erleben, beobachten und feiern kann!

Wertvolle Zeit geraubt

Viele der Mütter und Väter haben dieses Glück nicht, weil sie ihrem 40 h Job nachkommen müssen. Wie viel Zeit können sie wirklich mit ihren Kindern verbringen? Schätzungsweise 2-4 h täglich. Sind es dann noch wirklich ihre Kinder, wenn etwa 8 h täglich jemand anders für sie zuständig ist? Was passiert mit der Bindung?

Weltreise mit Kind als Möglichkeit für Familienzeit

Für uns war der Traum der Weltreise schon lange vor unserem Kind klar. Mit Kind überlegt man dann doch darüber. Wie kann das alles funktionieren? Wie können wir unterwegs Geld verdienen? Kann ein Kind gut im Wohnmobil leben und sich entwickeln? Was brauchen wir als Familie?

Eine Weltreise mit Kind ist ein Erlebnis schlecht hin. Nicht nur das wir die Welt kennenlernen können, sondern auch noch das Leben mit einem Kind 24h non stop. Es ist ein wundervolles Abenteuer dem Kind beim Wachsen zuzusehen. Als mein Kind geboren wurde, wusste ich, dass ich es nicht nach 1 Jahr abgeben könnte. Wie hätte ich es übers Herz bringen können?

Zeitfenster Kindesentwicklung

Den kleinsten Teil des Tages zur Verfügung gestellt zu bekommen für das Kind und seine beeindruckenden Entwicklungen, erschien mir damals schon verrückt. Solch eine wichtige Zeit in der Entwicklung eines Kindes und das Kennenlernen seiner Person, anderen zu überlassen – Wieso?

Ich habe hierzu eine absolut konträre Meinung zu der breiten Öffentlichkeit. Dabei geht es mir nicht um das Verurteilen der anderen Menschen. Jeder muss seine Entscheidungen selbst treffen. Vielmehr möchte ich von der unglaublichen Möglichkeit der Weltreise mit Kind berichten. Ich wollte außerdem ein Teil dieser Zeit sein.

Kindergarten/ Schule

Der Kindergarten ist aus meiner Sicht unnötig, es sei denn man muss arbeiten. Ab etwa 3 Jahre ist regelmäßiger Kinderkontakt sehr nützlich und wohltuend für das Kind. Vorher benötigt ein Kind eigentlich nur die Familie.

Eine staatliche Schulbildung halte ich ehrlich gesagt ebenso für überflüssig. So viel Zeit für so geringe Ergebnisse. Freies Lernen ist eine viel bessere Möglichkeit für ein Kind. Hierzu kannst du gerne mehr lesen in diesem Beitrag: Warum wir für unser Kind eine freie, alternative Schulbildung bevorzugen. Auch ein Video habe ich hierzu gemacht:

Ist das nicht anstrengend?

Ja es gibt diese Tage, an denen es anstrengend ist. An diesen Tagen möchte ich gerne mal wieder mehr Zeit für mich haben. Manchmal habe ich bereits ein paar anstrengende Arbeitsstunden hinter mir und mein Kind fordert mich anschließend. Auch für uns als Eltern ist diese Lebenssituation ein großer Lernprozess. Wir möchten einerseits unser Kind maximal fördern, andererseits den Fokus für sich selbst nicht verlieren und dazwischen Geld verdienen :-). Manchmal ist es echt herausfordernd.

Fazit

Wir führen ein Leben, von dem andere träumen. Wir alle sind sehr dankbar für diese gemeinsame Zeit und die Lernprozesse auf allen Ebenen.

Ein Kind, im Übrigen, tritt nicht ohne Grund in unser Leben, insbesondere genau dieses. Diese Seele hat sich Mama und Papa ausgesucht, um von ihnen zu lernen, aber auch um Lernprozesse zu bewegen. Eine spannende Zeit, wenn man sich darauf einlässt.

Appell an die Natürlichkeit – Teil 4 – Nähe

Nähe oder Distanz zu unseren Babys pflegen

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Wenn du die vorherigen Kapitel noch nicht gelesen hast, würde ich sie dir gern ans Herz legen. Das Thema ist sehr umfangreich, aber insgesamt sehr wichtig und betrachtungswert. Im vorherigen Kapitel bin ich auf das Stillen eingegangen. Angefangen bei dem ersten Anlegen im Krankenhaus, über das Risiko der Zugabe von künstlicher Milch, bis hin zum Wandel der Standards: Flasche statt Brust. Appell an die Natürlichkeit – Teil 3

Nun aber erstmal zur Mutter-Kind-Bindung

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Nach der Entbindung finden sich Mutter und Kind zu Hause wieder und lernen sich intensivst kennen. Dabei braucht das Kind innigen Körperkontakt zur Mutter um sich gut entwickeln zu können. Schließlich hatte es die Mutter in der Schwangerschaft ständig bei sich, hörte sie, fühlte mit ihr und spürte sie ganz fest. Kaum auf der Welt wird das Babyzimmer bezogen und es liegt allein in seinem Bettchen. Keinen oder nur wenig Körperkontakt und allein in einer großen Welt (Kinderzimmer).
Ja vielleicht ist dies etwas überspitzt, aber tatsächlich finden solche Situationen statt. Das Baby gerät aber immer wieder in Stress, weil es die Mutter nicht schnell genug wahrnehmen kann. Es fühlt und riecht sie nicht. Glücklicherweise geht hier aber der Trend eher dazu, dass Baby im Beistellbett oder im Familienbett schlafen zu lassen. Nah bei den Eltern.

Warum Elternbett

Ein Arzt, der in einer Mutter-Kind-Klinik zum Thema „Meine Kinder schlafen schlecht“ ein Vortrag hielt, erzählte den Müttern auf ihre Beschwerden, dass die Kinder nicht in ihren Zimmern schlafen wollten folgendes: „Kinderzimmer sind ein modernes Phänomen und das allein schlafen lassen, auch. Früher zur Zeit der Höhlenmenschen und auch später bei Nomadenvölkern und heute noch bei Naturvölkern war es unvorstellbar, die Kinder in der Nachbarhöhle oder im Zelt nebenan schlafen zu lassen. Die Gefahren waren viel zu groß. Die Gruppe wärmte sich untereinander und ein Wohlgefühl entstand.“

Wir möchten doch auch lieber bei unserem Partner schlafen, statt allein!? Heute richten wir Babyzimmer mit tollen Bettchen ein und erwarten, die Babys lieben es! Warum sollte das so sein? Ein Säugling ist unweigerlich auf die Bindung, Nähe und Zugewandtheit der erwachsenen Bindungspersonen angewiesen. Es kann ohne diese nicht überleben. Distanzieren wir es also erzeugt dies im Baby Angst und Panik. Wieviel Angst hat wohl ein Säugling, wenn er nachts allein aufwacht und nach seiner Mutter weinen muss? Wieviel Zeit verstreicht bis die Mutter da ist und wie lange empfindet es das Baby? Interessanterweise empfehlen aber Kinderärzte die Säuglinge bloß nicht im Elternbett schlafen zu lassen, da angeblich das Risiko vom plötzlichen Kindstod massiv steigt. Impfungen als Risiko werden dabei aber totgeschwiegen. Der Mutter und dem Baby kann aus meiner Sicht nichts Besseres passieren, als sich das Bett zu teilen. Es hat mehr Vorteile als Nachteile.

Hier möchte ich euch die Seite von Belle empfehlen: familienbetten.net. Sie hat mittlerweile 3 Kinder und hat sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt und allerhand Informationen und Anregungen auf ihrer Seite zusammengetragen.

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Kinderwagen

Die nächste Stufe der Distanzierung erfolgt durch den Kinderwagen. In vielen Kulturen ist das Tragen im Tragetuch völlig üblich. Es trägt zur Bindung bei, stärkt das Urvertrauen des Neugeborenen und gibt die nötige Sicherheit, die es gerade jetzt braucht. Es ist schließlich ganz hilflos und neu auf unserem Planeten. Langanhaltendes Schreien lässt sich so i.d.R. vermeiden bzw. entsteht erst gar nicht. Zudem sind Tragetücher unglaublich praktisch. In den ersten paar Monaten kann es gar nicht genug Körperkontakt zur Mutter geben. Es ist die Sicherheit nach der es sich sehnt. Die verrückte Annahme wir verwöhnen das Kind ist unfassbar bösartig und Menschenverachtend. Der Kinderwagen hingegen bringt das Baby auf Distanz. Es sieht die Mutter auch nicht wirklich, da es liegt und durch viele Decken abgeschirmt ist.

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Kindergarten und Schule – was stinkt hier?

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Der nächste Schritt der Distanzierung kommt dann auch schon alsbald und zwar die Kinderkrippe bzw. Kindergarten. Heute üblicher denn je, beginnt für die kleinen Würmchen der durchstrukturierte Alltag, weg von Mama bereits mit einem Jahr, teilweise noch früher. Dies ist ein Skandal aus meiner Sicht. Natürlich fällt es den meisten Müttern schwer und es zerreißt sie. Weil es unnatürlich ist! Nach dem Motto: Es nützt ja nichts! Die Frauen sind gezwungen zu arbeiten und Geld für die Familie zu verdienen. Dabei hat doch die Frau einen Fulltime-Job, nämlich Mutter und Hausfrau zu sein. Klar gibt es auch die Frauen, die gerne Karriere machen wollen und diese Gesellschaft mit Verwahrungsmöglichkeiten für Kinder bietet das an. Das mögen viele nicht hören, aber die Kinder brauchen keine Fremdbetreuung. Nein, sie wollen die Mama. Aber klar gewöhnen die sich schnell daran. Welche Wahl haben sie denn? Entweder sie gehen daran kaputt und zerbrechen oder sie passen sich an. Da Kinder aber eher Überlebenskünstler sind und lernwillig, passen sie sich recht schnell an.

Studien zum Thema frühe Kinderbetreuung

Unzählige Studien zeigen, dass Kinder unangepasstes Verhalten entwickeln, um so länger und häufiger sie sich in solchen Einrichtungen befinden. Hier möchte ich gerne Hanne zitieren: „…Disziplinlosigkeit, Konzentrationsmangel, Mißachtung selbst der einfachsten Umgangsformen, Respektlosigkeit, Streiten, Kämpfen, Sachbeschädigungen, Prahlen, Lügen, Schikanieren, Ungehorsam, das Begehen von Gemeinheiten und sogar Grausamkeiten sowie dann im Jugendlichenalter das Grölen in der Öffentlichkeit und bei Veranstaltungen.“4,11 Aber das sind natürlich noch nicht alle Ausmaße.

Warum der Staat die Hochheit über die Erziehung hat

Es geht darum die Erziehung dem Staat zu überlassen. Welche Absichten verfolgt aber der Staat? Können wir uns ganz frei und individuell entwickeln, ganz nach unseren Anlagen? Wieviel Zeit haben Erzieher mit dem einzelnen Kind? Es geht hierbei um die Akzeptanz von fremden Autoritäten und der Akzeptanz von willkürlichen Strukturen. Natürlich sieht dies von außen erstmal nicht weiter besorgniserregend aus.

Die ersten Jahre bestimmen den gesamten Rest unseres Lebens und den Großteil dieser wichtigen Zeit, sind die Eltern nicht dabei. Obwohl es hierzu viele Forschungen gibt, wie zum Beispiel die Bindungstheorie, wird seitens des Staates in keinster Weise darauf eingegangen. Mit Absicht wird dieses Wissen zurückgehalten und das Gegenteil propagiert. Mal ehrlich, da wir alle arbeiten müssen und (keine) Wahl haben, wollen wir doch die Wahrheit gar nicht hören und lieber die ach so tollen Lügen zum Thema Kinderkrippe und Kindergarten hören, wie z.B.: Die Zeit mit Gleichaltrigen ist so wichtig! Im Kindergarten lernen die Kinder so viel! Im Kindergarten machen die Kleinen viel schneller Fortschritte! Ach ja? Woher wollen wir das wissen? Wir haben keinen Vergleich! Natürlich merken wir die Fortschritte, denn das Kind befindet sich ja kontinuierlich im Lernprozess.

Wie sich Kinder entwickeln

Erinnert ihr euch an die vielen Entwicklungen im ersten Lebensjahr? War das nicht beeindruckend? Sie lernten all das im Grunde ganz alleine. Das große Problem ist, dass es nicht im Ansatz genügend Erzieher gibt, die den Ansprüchen gerecht werden könnten. Manche Kinder mögen es eher ruhig und möchten sich zurückziehen, andere wiederum sind sehr lernwillig und sehnen sich nach Unterstützung. Geschuldet der Gruppengröße und des Personalmangels wird die gleiche Struktur über alle Kinder drüber gestülpt. Dies hilft natürlich das Kind auf die gesellschaftlichen Anforderungen anzupassen. Umso weniger lehnt es sich später gegen vorherrschende Strukturen auf. Wie praktisch. Diese Strukturen sind so fest in unserer Gesellschaft verankert, dass die Kritik daran, gar nicht zugelassen wird. Keiner der ein Kind in solchen Einrichtungen hat, möchte sich hierbei eingestehen, dass dies eher negativ sei. Wie könnten wir es dann vertreten, unser Kind tagtäglich in die Einrichtung zu bringen und einfach genauso weiter zu machen wie bisher. Damit legitimiert sich das Ganze selbst. Natürlich gibt es hier nicht nur die eine Seite. Es gibt auch positives am Kindergarten, wie eben der Kontakt zu anderen Kindern, das Erweitern des Horizonts und sicherlich noch einiges mehr, insbesondere wenn die Kinder über drei Jahre alt sind und die Besuchsdauer eingeschränkt ist. Aber vorher brauchen sie die Bindungsperson und keine Gruppe von Kindern. Durch den massiv vorherrschenden Personalmangel wirkt es dann doch eher wie eine Verwahranstalt als eine kindgerechte Einrichtung.

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Schockierende Vorsätze

Zeichnung

Ein wahrlich schockierender Teil der neuen Kindergarten Agenda ist die von der BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) umgesetzte Frühsexualisierung. Dahinter verbirgt sich das Konzept des Gender-Mainstreaming. Allein dieses Thema könnte Seiten füllen. Dies würde den Rahmen hier sprengen. Die Eltern müssen über die sogenannte sexuelle Aufklärung ihrer Kinder informiert sein. Warum nun Politiker beschließen, dass Kindergartenkinder mehr zum Thema Sexualität wissen sollten, ist ein heikles Thema. Auch hier bitte ich unbedingt sich intensivst mit der Thematik auseinanderzusetzen. Fakt ist, dass Geschlechtsteile über Puppen12 oder Sexualpraktiken wie Anal- oder Oralverkehr mit Hilfe von Abbildungen in Bilderbüchern erläutert werden. Beispielsweise das Buch: „Lisa&Jan“ (BELTZ Verlag, Weinheim und Basel, 1991-1996)13 welches ziemlich deutlich bei sexuellen Handlungen wird und für Kinder im Alter von 6 Jahren empfohlen ist. – 6 Jahre! Hierzu gab es so viel Kritik, dass es kurzzeitig vom Markt genommen wurde. Jetzt aber wieder erhältlich. In der beigefügten Quelle, befasst sich ein freier Journalist mit den Hintergründen und Inhalten dieses Buches, welche ich dringend empfehlen möchte. Er hat wahnsinnig viele Seiten des Buches abgebildet, so dass ihr euch selbst ein Bild machen könnt, ob dies vertretbar sei.
Beispielbilder “Lisa&Jan”: Für den Kindergarten gibt es die Kindergartenbox, mit CD & Liederheft, bestellbar bei der BZgA12, mit folgendem Liedtext14: „Nase, Bauch und Po – Wenn ich meinen Körper anschau und berühr, entdeck ich immer mal, was alles an mir eigen ist … Wir haben eine Scheide, denn wir sind ja Mädchen. Sie ist hier unterm Bauch, zwischen meinen Beinen. Sie ist nicht nur zum Pullern da, und wenn ich sie berühr, ja ja, dann kribbelt sie ganz fein. Nein kannst du sagen, ja kannst du sagen, halt kannst du sagen, oder noch mal genau so, das mag ich nicht, das gefällt mir gut, oho, mach weiter so.

Das hier geht mehr als zu weit! Die Kinder werden für ihr ganzes weiteres Leben traumatisiert. Es ist unnatürlich und pervers, Kinder in solch einem Alter sexuell aufklären zu wollen. Dennoch ist die Agenda Realität und hat durch passende Argumente viele Vertreter. Glücklicherweise gibt es unzählige Kindergärten die diese Vorgaben einfach ignorieren15.

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Schule – ein unnatürlicher Lernprozess beginnt

Nahtlos folgt die Schule in Sachen Unnatürlichkeit und das damit verbundene versiegen der Lernlust. Lernen ist ein natürlicher Prozess, der Spaß und Lust erzeugt. Ideal in den Anfangsjahren der Kinder zu beobachten. Da wo noch keiner in den Lernprozess eingreift, wie laufen oder sprechen lernen. In der Schule kippt das Ganze. Auch hier ist weltweit eine großangelegte Manipulation angesetzt worden. Schule hat einen ganz großen besonderen Stellenwert erhalten. Uns wurde suggeriert, dass wir nur so zivilisiert und fortschrittlich sind durch das Privileg Schule. Mit Slogans wie „Recht auf Bildung“ ließen wir uns beeindrucken und ködern.

Lernen, aber mit welchem Preis?

Sicherlich lernen Kinder lesen, schreiben, rechnen u.v.m. in der Schule, aber unter welchem Preis? Verlust der Lernlust, Folgsamkeit, Gehorsam und der Glaube an einen Staat (Etatismus) sind das Ergebnis. Draußen spielt sich das Leben ab und die Kinder sitzen drinne und lernen wie ein Baum in einer Zeichnung aussieht. Unter dem Aspekt, dass auch noch alle arbeiten müssen und somit keine Zeit für die Bildung der Kinder haben, ist das Konzept Schule wieder mal ganz praktisch. Wieviel des erlernten Wissens bleibt hängen nach der Schule?

Alternative Schulkonzepte

Schauen wir uns hingegen andere Lern- und Schulkonzepte an, wie Homeschooling, freies Lernen oder auch freie Schulen, die solche Konzepte und den natürlichen Lernprozess verfolgen, zeigt sich ein ganz anderes Bild. Hier entwickeln sich Freidenker, die Spaß am Lernen haben und ihr Wissen entsprechend ihrer Leidenschaften ausdehnen konnten. Sie bleiben kreativ und lernwillig. Freies Lernen empfinde ich dabei besonders spannend, da die Kinder wirklich völlig frei und ohne eingreifen Dritter ganz in ihrem Tempo lernen. Manche lernen das Lesen erst im Alter von 10 Jahren, eben dann, wenn sie es wollen und brauchen. Wir können es uns kaum vorstellen. Wird denn das Kind Analphabet bleiben? Wenn es die Wichtigkeit von Lesen lernen erfährt und es für es selbst notwendig wird zu lesen, wird es das lernen. Hier habe ich unzählige Beispiele u.a. in YouTube gefunden16,17. Die Kinder möchten sicherlich auch Berufe erlernen und Abschlüsse sind hierzu zwingend notwendig, insbesondere in Deutschland. Sie meldeten sich dazu an den jeweiligen Schulen an, lernten notwendige Themen und Inhalte und erlangten Realschul- und Abiturabschlüsse. All dies nur durch die Intention des Kindes. Prof. Dr. Gerald Hüther sagte, dass 98 % aller Kinder hochbegabt seien und nach der Schulbildung nur noch 2 %.
Beispiele hierzu sind die Filme „Schulfrei“18, „alphabet“19, „being and becoming“20 und unzählige Reportagen bei Youtube zu finden unter dem Schlagwort „freies Lernen“.

Der Mensch – ein Roboter, ein Arbeitstier?

In so vielen Strukturen unseres Lebens sind wir weit, weit weg von der Natürlichkeit. Wir haben es schlicht und einfach vergessen, wer wir sind und worauf es wirklich ankommt. Ich habe hier an unzähligen Beispielen versucht zu verdeutlichen was genau aus meiner Sicht schief läuft und wie wir uns von der Natur wegbewegen. Die Zeit mit unseren Kindern ist so essenziell für unsere Gesellschaft und für die gesamte Entwicklung der Menschheit, dass diese Themen immer und immer wieder diskutiert werden müssen.

Andere Teile zum Vervollständigen:
Appell an die Natürlichkeit – Teil 1
Appell an die Natürlichkeit – Teil 2
Appell an die Natürlichkeit – Teil 3


Quellen:
1 www.zentrum-der-gesundheit.de – in Suchzeile eingeben: Ultraschall-Untersuchung
2 www.galaxiengesundheitsrat.de/forum – in Suchzeile eingeben: Ultraschall
3 www.minimed.at/medizinische-themen/gesundes-kind/oxytocin-geburt
4
http://www.die-entwicklung-des-kindes.de/dek/page.pdf
5 www.dasgehirn.info/grundlagen/kindliches-gehirn/wie-die-schwangere-so-die-kinder?
6 www.prof-hildebrandt.de
7 https://faszinationmensch.com/2016/03/28/
8 http://www.greenbirth.de/greenbirth-informiert/geburtsorte-geburt/86-z-herztonueberwachung.html
9 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/71897/umfrage/entbindungen-und-entbindungen-per-kaiserschnitt-in-deutschland/
10 https://www.stillkinder.de/die-risiken-der-kuenstlichen-saeuglingsnahrung-neu-betrachtet/
11 Buch „Die Revolte des Körpers“ von Alice Miller, ISBN 978-3-518-45743-6
12 https://www.bzga.de/infomaterialien/sexualaufklaerung/informationsflyer-kindergartenbox-entdecken-schauen-fuehlen/
13 http://www.derfreiejournalist.de/?e=148
14 https://www.bzga.de/infomaterialien/sexualaufklaerung/nase-bauch-und-po-cd/
15 https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=Fr%C3%BChsexualisierung+in+Kinderg%C3%A4rten
16 https://www.youtube.com/watch?v=ikya6MiRtnQ
17 https://www.youtube.com/watch?v=IBkpFztUfgU
18 www.tologo.de/schulfrei-dvd
19 www.etreetdevenir.com
20 www.alphabet-film.com 

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