Unsere 5 Strategien zur Finanzierung der Weltreise

Finanzierung der Weltreise funktioniert über das Aktivwerden

Ohne Geld geht es bekanntlich nicht. Ich sage doch!

Von null auf ca. 15.000 € in etwa 1,5 Jahren. Das ist eine Leistung! Wie haben wir es gemacht? Wie haben wir es geschafft die Finanzierung der Weltreise umzusetzen?

1. Sparen

Wie alle, die solch große Pläne haben, fingen wir das gezielte Sparen an. Wir verzichteten auf so vieles, aber gleichzeitig auch nicht. Wir haben keine hohen Ansprüche. Brauchen nicht ständig neuste Elektronik oder Kleidung. Keine sinnlosen Käufe, wie Dekoartikel, Centartikel oder so vieles andere was der Handel anbietet. Dennoch verzichteten wir nicht auf alles. Ab und zu ein Eis oder mal etwas vom Bäcker, sowie Freizeitaktivitäten, gönnten wir uns trotzdem.

Auch ein Umzug zu der Familie meines Mannes, sorgte letztlich dafür dass wir Miete sparen konnten. Der erste Punkt zur Finanzierung der Weltreise, ist auch unabdingbar.

2. Hab und Gut Verkaufen

In unserer Konsumorientierten Gesellschaft sammelt sich allerhand Zeug an, dass sich letztendlich verkaufen lässt. Wahnsinn was ich alles verkauft habe. Kleidung, Elektronik, Möbel, Bett, Babyutensilien, Lampen, Nähmaschine…. Es war viel Arbeit, die sich gelohnt hat. Das tolle dabei, all die Sachen bekamen eine neue Verwendung und die Wohnung lehrte sich. Zudem kam Geld in die Kasse. Der zweite große Schritt zur Finanzierung der Weltreise bringt meist echt Geld. Was man alles für Schätzchen so herumliegen hat!

3. Zusätzliche Jobs

Marcel nahm noch einen Zweitjob an und holte damit noch einiges zusätzlich in die Reisekasse. Dies war gar nicht ohne, denn er war eigentlich in einem 3-Schicht-System Vollzeit ausgelastet. Ich war durch Elternzeit erstmal nicht im Arbeitsmarkt. Wir sammelten immer mehr Geld an um unseren Traum von der Weltreise umzusetzen.

4. Zusätzliche Kosten streichen

Alle Versicherungen habe ich nach und nach gekündigt. Ganz ehrlich, wie sinnvoll sind all diese Absicherungen? Immer wieder hört man von gravierenden Schadensfällen, die nicht wie vereinbart reguliert werden oder genau dann die Kündigung kommt. Natürlich gibt es genauso nützliche Versicherungen. Da wir aber auf Weltreise so gut wie nichts mehr brauchen, war das Thema schnell erledigt. Weiteres Einsparungspotenzial hatten wir nicht wirklich. Aber dieser Posten bringt für den Einen oder Anderen jede menge Einsparungspotenzial und die Finanzierung der Weltreise rückt in greifbare Nähe.

5. Ziel fest fokussieren (Priorität)

Eines der wichtigsten Faktoren aber ist hierbei die feste Zielabsicht! Ohne wird aus all den Träumen und Plänen nichts. Es bleiben Träume. Wichtig ist wirklich Energie zu investieren, sich mit dem Thema auseinandersetzen und dran zu bleiben. Egal wie lange es dauert. Manches braucht eben seine Zeit.

Hierzu gibt es auch ein kurzes, anschauliches Video auf youtube: https://youtu.be/XTou59NWnfg

Es gibt psychologische Phänomene, die man sich zu nutze machen kann, wenn es um Zielerreichung geht. Diese werden “Konsistenz-Prinzip” und “Concorde Effekt” genannt. Und Rückblickend betrachtet, haben wir diese angewendet.

Anfangs haben wir uns erstmal nur unseren Familien und engsten Freunden anvertraut. Ich war unsicher, wie andere darauf reagieren. Das waren die Anfänge. Schließlich verstanden wir, dass wir es öffentlich machen müssen! Nur so wird letztlich auch die Tat daraus. Damit erhöht sich der Druck und die Pläne werden allmählich zur Realität. Denn nun wissen es andere und dies treibt an. Plötzlich sprechen Menschen einen auch darauf an (Konsistenz-Prinzip).

Alles kommt ins Rollen und ab einem Moment gibt es kein Zurück mehr, da der Einsatz inzwischen zu groß geworden ist. Das heißt, man hat einfach schon zu viel dafür getan, als das man jetzt aufgeben würde (Concorde-Effekt). Also der Einsatz muss groß genug sein. Bei uns hatte dies mit der Geburt von Neo zu tun. Es war schnell klar, dass ich nicht nach einem Jahr das Arbeiten wieder anfangen wollte. Ich hätte es nicht übers Herz gebracht, mein Baby in die KITA zu geben. Viel, viel zu früh aus meiner Sicht. Ich war durch die Elternzeit eine Weile zu Hause und konnte mir ehrlich gesagt, den Weg zurück zu meiner alten Tätigkeit überhaupt nicht mehr vorstellen. Hätte ich das Arbeiten einmal begonnen und Neo in der KITA eingewöhnt, dann wäre ich vermutlich wieder im Hamsterrad stecken geblieben. Daher war dies mein persönlich hoher Einsatz. Ich hatte die Chance alles zu ändern.

Genau daraus entwickelten sich dann auch Situation, in denen wir den Eindruck hatten, wir ziehen Geld an. So kam es zu 15.000 €.

Durch diese stetige Zielstrebigkeit und das Kommunizieren der Träume wurde die Finanzierung der Weltreise, samt Umsetzung wirklich Realität.

Vielleicht hast du Lust weitere Artikel von uns zu lesen, beispielsweise wie so das Leben in der “neuen Campergemeinde” ist?

Wohnmobil-Abenteuer beginnen

Unser Wohnmobil ist da: Peugeot J5 1000 Diesel, Baujahr 1993 für rund 5400,- €. Was für eine Suche…

Seit Monaten beschäftigen wir uns jetzt mit den gebrauchten Wohnmobilen. Ein paar haben wir uns auch angesehen, alles von privat. Letztendlich kauften wir unser Wohnmobil bei einem Johannes in Erfurt, der zufälligerweise (;-)) auch eher ein alternatives Leben als Freiberufler führt, viel gereist ist und insgesamt eher ein Andersdenker. Da das Wohnmobil passte, schlugen wir zu. Abgemacht. Am nächsten Tag holten wir völlig unvorbereitet dass Wohnmobil. Nach 2 h warten in der KFZ-Behörde teilte man uns mit, dass die notwendigen KFZ-Papiere kopiert oder gefaxt (nicht per Email oder Foto, wie wir sie hatten…) vorliegen müssen und eine Nr. der Versicherung. Beides bedeutete viel Stress in kurzer Zeit alles vorzulegen. Nicht zur vergessen dass wir Neo dabei hatten und er mit 1,5 Jahren natürlich andere Bedürfnisse hat. Aber genau solch eine Aktion passt gut zu uns. Chaotisch, spontan aber irgendwie doch immer mit positivem Ausgang.
Zu Hause angekommen, konnten wir es kaum glauben, dass es endlich vor unserer Tür steht! Wow, was für ein Gefühl. Das Wohnmobil ist eine gute Basis. Einige Anpassungen und Renovierungen haben wir uns noch vorgenommen. Daran arbeiten wir gerade. Schließlich soll es wohnlich und gemütlich werden.
Dabei versuchen wir auch den Spagat zu schaffen zwischen Sparsamkeit und doch Gemütlichkeit. Dies ist gar nicht so einfach, denn die notwendigen Ausgaben sind echt hoch. Hierzu zählen die Solaranlage mit rund 1200,- €, Vorzelt ca. 450,- €, ein Gepäckkofferraum (Kosten?) und die W-LAN Optimierung mit ca. 200,- €. Alles andere ist optional. Aktuell lackieren wir alles, denn wie ihr sehen könnt ist innen alles grau.

CollageMaker_20180728_001425776

Das soll heller werden. Das hintere Polster soll auf jeden Fall einen neuen Bezug erhalten. Fliegengitter werden nachgerüstet. Weitere Schränke brauchen wir auch noch. Wir wissen jedoch noch nicht genau, wie wir es umsetzen. Um Geld zu sparen, werden wir so viel wie möglich selbst erledigen.
Die letzten Wochen waren mega anstrengend, da wie immer alles zusammen kam. Plötzlich ging es weiter mit der Selbstständigkeit, das Wohnmobil ist bereit und privat sind einige Angelegenheiten zu klären. Zunehmend merke ich, wie wichtig es ist Zeitmanagement zu betreiben und überlege gerade etwas auszuarbeiten. Mit Kind kommt die Zeit für einen selbst sehr kurz und die Zeitfenster die sich auftun, sollten regelmäßig für eigene Bedürfnisse genutzt werden, statt immer nur Erledigungen abzuarbeiten. Vieles überschlägt sich dann in meinem Kopf, so dass alles nach sehr viel aussieht, was es tatsächlich gar nicht ist. Strukturierte Herangehensweise würde oft helfen. So dass ich mir fest vorgenommen habe, mehr daran zu arbeiten. Wir werden euch über unser Wohnmobil und mein Zeitmanagement auf dem Laufenden halten.

Bis dahin genießt eure Zeit.

9ec41227-2cdc-4dec-8686-8b39b5e5d964

Es gibt nur zwei Weisen die Welt zu betrachten: Entweder man glaubt, dass nichts auf der Welt ein Wunder sei, oder aber, dass es nichts als Wunder gibt. Albert Einstein

 

P.S. Wir haben ein Video zum Innenraum unseres Wohnmobils gemacht, wenn es dich interessiert, wie es fertig nun aussieht. Schau mal hier auf YouTube: DieReiseRitter – Unser Wohnmobil Rundgang

Systemflucht?

Systemflucht

Ein Kind zu bekommen und ein Jahr Elternzeit haben so viel in mir/ uns verändert. Aber auch schon im Laufe des Berufslebens spührten wir intensiv, dass wir so nicht dauerhaft leben wollen. Was meine ich damit, was meine ich mit Systemflucht?

Warum entschieden wir uns aus dem System zu fliehen?

Täglich einem 9 to 5 job nachgehen, Tag für Tag, Woche für Woche. Nebenbei etwas Freizeit. Nebenbei Partnerschaft, Freunde und Hobbys? Oft bleibt alles auf der Strecke, weil wir uns permanent für die Arbeit ausruhen und Kräfte sammeln müssen, doch Jahr um Jahr vergeht, und man wird älter. Draußen tobt das Leben und wir arbeiten. Teils erfüllen wir solch unnütze sinnlose Tätigkeiten, die es auch nur in der westlichen Welt gibt. Zusätzlich kommt der Frust der Arbeit, sowie Stress und innere Anspannung noch hinzu. Viele Menschen die ich kenne hangeln sich von einem Wochenende zum nächsten, so wie wir einst auch. Arbeit… Als ob das der ganze Lebensinhalt wäre. So wollten wir nicht mehr weitermachen. Auf dieser Welt gibt es so viel mehr zu entdecken. Überhaupt im Leben gibt es mehr. Mit sich selbst zu arbeiten und ins Reine zu kommen ist für mich so bedeutsam. Dafür ist Zeit nötig. Manchmal auch ein anderer Input! Sicherlich lässt sich darüber diskutieren ob es wo anders leichter oder einfacher ist sich weiter zu entwickeln. Wir werden sehen, welche Herausforderungen zu meistern sind. Mehr Zeit zur Verfügung zu haben ist etwas woran wir arbeiten in dem wir ein passives Einkommen aufbauen. Hierzu schreibe ich mal etwas in einem seperaten Beitrag.

Auslöser

Durch den entstandenen Abstand zur Arbeitswelt und der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit dem Menschsein fühle ich mich immer weniger Bereit weiterhin ein Teil des zerstörrerischen Systems zu sein. Das Unterordnen irgendwelcher angeblicher Autoritäten, sich zu verbiegen, ständiges “müssen” und letztendlich die Fremdbetreuung (Verwahrung) des Kindes bereits mit einem Jahr, sind Stichworte die mich animieren dieses System zu verlassen. Systemflucht also?! Hinzu kommen die steigenden Zahlen an verschiedensten Erkrankungen, die mit unserem Lebenswandel einhergehen, die beschränkte Freiheit und das Wissen um all die Herrschaftseliten samt ihren Interessen.

Ist eine komplette Systemflucht möglich? Ich weiß es nicht. Auch wenn viele von euch immer wieder das Gleiche kritisieren, können sie sich dennoch ein anderes Leben gar nicht vorstellen. Warum nicht? Zu beschäftigt? Komfortzone doch noch zu bequem?

Wie kann eine Zukunft aussehen?

Nach dem Reisen finden wir ein Ökodorf, eine Gemeinschaft oder ein ähnliches Lebenskonzept. Für uns ein sinnvolleres Leben. Eigenes Gemüse anpflanzen, Tiere halten, eine Gemeinschaft die danach strebt sich weiter zu entwickeln. Kinder die frei lernen ohne Schulbänke und Lehrer. Das Leben lehrt sie. Die Gemeinschaft unterstützt sich in allen Angelegenheiten, natürlich auch in der Betreuung der Kinder und demnach lernen die Kinder von allen. Jeder was er/sie zur gegebener Zeit benötigt. Beispiele gibt es hierzu genügend. Dies basiert auf Tatsachen und nicht auf meiner Fantasie.

Kritik an unserer “modernen” Welt

Dass Mütter immer mehr allein gelassen werden und gleichzeitig kaum Anerkennung bekommen ist eine unglaublich traurige Entwicklung unserer Welt. Sind nicht die Kinder die Zukunft unseres Systems? Alles was wir hier investieren, bekommen wir wieder. Unsere Gesellschaft hingegen verwahrt die Kinder und fordert zudem einen enormen Leistungsdruck von Ihnen ab, so dass die Kinder immer mehr leiden und erkranken. Schulangst ist ein stetig wachsendes Phänomen. Wo ist die Zeit und die Liebe für unsere Kinder? Jeder der nicht mithalten kann, fällt hinten runter. Gute Chancen haben die, die sich unterordnen und anpassen. Wo bleiben die Kreativen, die Andersdenker, die Unangepassten?
Hausfrau zu sein war früher anerkannt. Heute muss jede Frau arbeiten und gleichzeitig alles andere managen. Eine Wahl gibt es in dieser Zeit nicht mehr. Natürlich können sich da die meisten ein anderes System nicht vorstellen. Wenn da nur nicht immer wieder das Gefühl im Herzen wäre, dass irgendetwas nicht stimmt. Aber es muss ja…Wirklich?

Wir möchten dir folgenden Beitrag dazu empfehlen, damit du unsere “Systemflucht” noch besser verstehen kannst: Systemaussteiger

Quelle Bild:
pixabay.com

Bald geht die große Reise los

Wir drei gehen auf Weltreise. Marcel, Justyna und der kleine Neo. Unser Reiseblog dient der Anregung oder auch einfach um zu sehen wo wir gerade sind und was wir so machen.
Eines meiner Lieblingszitate ist folgender:
“Der kürzeste Weg zu dir selbst führt über die ganze Welt.” Kurt Tucholsky
Vielleicht ist das wirklich der kürzeste Weg, wir werden es rausfinden. Solch eine Reise, ist jedenfalls immer auch eine Reise zu einem selbst. Die spirituelle Entwicklung ist uns genau genommen sehr wichtig. Und auch dieses Thema kommt zum Ausdruck.
Ebenso im Fokus liegt alles was mit Gesundheit und einer gesunden Lebensweise zusammenhängt. Es wird also spannend.