Solaranlage im Wohnmobil und die Technik dahinter

Solaranlage mit Elektro Auto

Hier beschreiben wir die Technik, die hinter der Solaranlage im Wohnmobil steckt und was ihre Unterschiede sind. In diesem Beitrag findet ihr alle wichtigen technischen Details von Solarpanelen, über Kabel, Solarladeregler, Batterie, bis hin zum Spannungswandler (Inverter).

1. Unterschiede bei den Solarpanelen

Hauptsächlich gibt es 3 verschiedene Arten Solarpanele zum festen Einbau.

  • Monokristalline Solarpanele
  • Polykristalline Solarpanele
  • Dünnschicht Solarpanele

Monokristalline Solarpanele

Monokristalline Zelle

Monokristalline Solarpanele gibt es ca. seit 1958 und ist die erste Technik in diesem Bereich. Zu erkennen ist sie daran, dass die einzelnen Solarzellen auf dem Panel acht Ecken haben. Seit ihrer Entwicklung wurde diese Art von Solarpanelen stetig weiterentwickelt, damit immer günstiger und besser in ihrer Leistung.

Vorteile:

  • Das Diffuslichtverhalten ist deutlich besser.
    Ist es bewölkt oder herrschen schlechte Lichtverhältnisse, bringt diese Panele jedoch immer noch einen guten Ertrag. Damit ist sie für unsere Breitengrade mehr als ausgezeichnet.
  • Kein großer Preisunterschied zu Polykristallinen Solarpanelen durch die stetige Weiterentwicklung.
  • Hier gibt es ein sehr großes Angebot von deutschen Herstellern. Damit ist die Energierücklaufzeit sehr gering (Nachhaltigkeit!) und liegt bei etwa 1 Jahr gegenüber Produkten aus dem asiatischen Raum.
  • Busbar Verbindungen zwischen den Zellen leiten jeden Lichtstrahl, der auf sie fällt, auf die einzelnen Zellen ab. Somit erreicht auch noch der letzte Sonnenstrahl sein Ziel und produziert den gewünschten Strom.

Nachteile:

  • Gegenüber den anderen Techniken (Polykristalline und Dünnschicht Solarpanele) etwas teurer.
  • Der Temperaturkoeffizient ist deutlich schlechter als bei den Polykristallinen Panelen. Hier liegt der Energiepeak etwa im Mai. Je wärmer das Solarpanel wird, umso geringer ist die Energieausbeute.

Polykristaline Solarpanele

Polykristalline Zelle

Polykristalline Solarpanele gibt es seit Mitte der 60er Jahre. Zu erkennen ist die Solarzelle an einer viereckigen Form auf der Panele. Seit ihrer Entwicklung hat sich jedoch an dieser Technik nicht viel verbessert und ist somit noch auf dem alten Stand.

Vorteile:

  • Günstiger als Monokristalline Panele, jedoch ist der Preisunterschied nicht gravierend.
  • Der Temperaturkoeffizient ist deutlich besser als bei den Monokristallinen Panelen. Diese Panele arbeiten am besten je weiter man in Richtung Äquator kommt. Das heißt, je wärmer das Solarpanel wird, desto größer ist die Energieausbeute.

Nachteile:

  • Das Diffuslichtverhalten ist deutlich schlechter.
  • Bei schlechten Lichtverhältnissen oder Bewölkung arbeitet die Solarpanele nicht mehr optimal.
  • Der Wirkungsgrad der Solarzelle ist im Allgemeinen schlechter. Das heißt, dass weniger Licht in Elektrizität umgewandelt wird.

Dünnschicht Technik

Diese Technik gibt es seit Anfang der 70er Jahre und kommt aus Japan. Sie unterscheidet sich grundlegend von den beiden oberen Techniken, da hier eine Glasplatte mit einer dünnen Schicht photosensibler Partikel zur Energiegewinnung beschichtet wird.

Vorteile:

  • Diese Technik ist extrem kostengünstig, da die Produktions- und Materialkosten sehr gering gehalten werden können.
  • Dünnschicht Panele zeigen relativ gutes Verhalten bei diffusem Licht.
  • Auch hier ist der Temperaturkoeffizient sehr gering, sogar kleiner als der, der Polykristallin Technik.

Nachteile:

  • In unseren Breitengraden ist der Wirkungsgrad relativ schlecht. Besser jedoch in Richtung Äquator.
  • Kleinerer Wirkungsgrad als bei Monokristallinen Panelen.
  • Eine sehr hohe Energierücklaufzeit, da die Panele meistens in Japan produziert werden.

Unsere Ausstattung

Für die Solaranlage im Wohnmobil haben wir uns nach reichlicher Überlegung und viel Recherche für eine Monokristalline Variante der Solaranlage entschieden. Wichtig für uns war, dass, auch wenn wir mal im Schatten eines Baumes stehen wir immer noch eine relativ gute Ausbeute haben. Zudem reisen wir nicht nur durch Südeuropa. Unsere komplette Anlage hat 300 Watt. Hier unsere Panele. Wir kommen ausreichend mit 300 Watt aus, um paar Tage auch ohne viel Sonnenlicht zu stehen. Hierzu wird es aber noch einen separaten Beitrag geben.

2. Verkabelung für die Solaranlage

Um die Solarpanele mit dem Solarladeregler und schließlich mit der Batterie zu verbinden, benötigt man die richtigen Kabel. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen.

Bei der Auswahl der Kabel ist auf Folgendes zu achten:

  • doppelt isoliert
  • witterungs- und UV-beständig
  • Spannungsfest bis 1.000 Volt
  • Säuren- und Laugenbeständig
  • Ozonbeständig
  • hoher Temperaturbereich -40° C bis 125° C
  • abriebfest
  • kurzschlussfest
  • Flammwidrigkeit
Kabel in verschiedenen Farben

Um hier die beste Leistung aus der Solaranlage im Wohnmobil herauszuholen, empfehle ich dringendst die Wege zwischen Modulen, Solarladeregler und Batterie so kurz wie nur möglich zu halten. Hier sollte auch noch auf den Durchmesser der Kabel geachtet werden. Die Entscheidung zur Auswahl liegt aber am verwendetem System. Somit fällt dies individuell aus.

Wir haben knapp 40 m Kabel verarbeitet. Der größte Anteil diente der Verkabelung der Solaranlage im Wohnmobil. Für unser System benötigten wir einen Kabeldurchmesser von 4 mm² doppelt isoliert.

3. Der Solarladeregler

Es gibt bei den Solarladereglern zwei verschiedene Techniken, auf die ich hier kurz eingehen möchte. Letztlich gehört zu der richtigen Auswahl der Solaranlage, auch ein ordentlicher Solarladeregler.

Zwischen der Solarpanele und der Batterie steckt der Solarladeregler. Dieser regelt den Ladestrom zur Batterie. Dadurch kann die Batterie schnell, aber auch schonend geladen werden. Zudem können meist über die Laderegler allerhand Informationen zur Batterieladung und Solarstromgewinnung abgerufen werden. Ein weiterer Vorteil ist die Kontrolle der Ladespannung. Dies ist auch einer der wichtigsten Punkte. Denn die teuren Batterien, auf die ich noch später zurückkomme, werden hierbei optimal geladen. Der Solarladeregler schützt somit die Batterie vor Überspannung, in dem er den Ladestrom reguliert.

MPPT Maximum Power Point Tracking Solarregler

MPPT Maximum Power Point Tracking Solarregler heißt auf Deutsch Maximale Leistungspunkt Suche. Genauso ist auch die Arbeitsweise.

Je nach Bestrahlungsstärke der Sonne und Temperatur der Solarmodule wird durch den MPPT Solarregler der optimale Betriebspunkt ermittelt. Ziel ist es, den Solarzellen die größte mögliche Leistung zu entnehmen. Dabei berechnet der MPPT Solarregler eben genau diese Werte und gibt den optimalen Ladestrom an die Batterie weiter. Weitere Informationen und Details könnt ihr Wikipedia ¹ entnehmen. Das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen.

PWM (Pulsweitenmodulation) Solarregler

Der PWM Solarladeregler leitet den Strom an die Batterie weiter und trennt diesen bei erreichter Batteriespannung ab. Sobald die Spannung etwas abfällt, schaltet der Regler den Stromfluss wieder dazu.
Dieser Prozess erfolgt mehrmals die Minute. ²

Unsere Ausstattung

Wie bereits in den Unterschieden der beiden Solarladeregler beschrieben, haben wir uns für die umfangreichere Variante entschieden. Da MPPT nicht nur den optimalen Ladezyklus herausfindet, sondern auch die Lebensdauer der Batterie erhöht, war die Wahl sogar relativ einfach. Da es unterschiedliche Hersteller gibt, haben wir uns hier auf die Erfahrungsberichte anderer Solaranlagennutzer in Wohnmobilen verlassen und wurden nicht enttäuscht. So haben wir uns für unsere Solaranlage im Wohnmobil für einen MPPT Solarladeregler von Victron Energie MPPT 100/20 entschieden. Bei Amazon ist dieser für 162,- € erhältlich.

Der Solarladeregler von Victron hat eine Schnittstelle über Bluetooth zum Smartphone. So lassen sich alle möglichen Daten schnell abrufen.

4. Batterien für die Solaranlage im Wohnmobil

Bei Batterien unterscheiden wir im Allgemeinen unter 4 verschiedenen Technologien. Jede davon hat auch hier wieder ihre Vor- und Nachteile. Was genau zu euch passt, ist dann ganz von den Vorhaben, dem Verbrauch und natürlich der finanziellen Ressourcen abhängig.

Die Batterie ist der Platz, an dem eure von der Solaranlage im Wohnmobil erzeugte Energie gespeichert wird. Aber egal für welche Technik ihr euch entscheidet, jede Batterie benötigt mehr oder weniger Pflege und hat ein paar Punkte, auf die es zu achten gilt. Generell gibt es zum aktuellen Stand der Technik folgende Varianten. ³

  • Nassbatterien
  • Gelbatterien
  • AGM-Batterien
  • Lithium-Ionen Batterien

Nassbatterie

Hierbei handelt es sich natürlich um die “Standard Batterie” oder besser gesagt den Klassiker unter den Batterien. Diese Batterie verlangt immer mal wieder eine Auffüllung mit destilliertem Wasser, und ist daher etwas Pflegeintensiver als die restlichen Typen. Sie gast sehr stark aus und dabei ist auch Vorsicht geboten, denn ihre Gase sind hochexplosiv.

Vorteile:

  • Niedriger Preis
  • Sie ist einfach zu laden und kann auch mit älteren Ladereglern geladen werden.
  • Die Relation zwischen ihrer Leistung und dem Gewicht sind gut.

Nachteile:

  • Sie entlädt sich selber (Selbstendladung).
  • Niedrige Lebensdauer
  • Gefahr durch das Ausgasen
  • Zusätzliche geringe Kosten da destilliertes Wasser benötigt wird.
  • Sie muss in einer säurefesten Wanne eingebaut werden da sie nicht auslaufsicher ist.

Gelbatterie

Bei dieser Art der Batterie ist das im inneren vorkommende Elektrolyt nicht flüssig, sondern in Gel gebunden. Das macht sie um einiges sicherer und zudem auch wartungsfrei. Sie ist der typische Begleiter im Wohnmobil und hat sich natürlich auch stets bewährt.

Vorteile:

  • Sehr hohe Tiefenendladung möglich
  • Auslaufsicher
  • Zyklenfest
  • Wartungsfrei
  • Geeignet für eine geringe Stromentnahme über einen gewissen Zeitraum.

Nachteile:

  • Höherer Preis
  • Begrenzte Stromentnahme bei geringeren Temperaturen
  • Hohes Gewicht zu Leistungs-Verhältniss
  • Längere Ladezeiten

AGM-Batterien

In AGM-Batterien sind die Elektrolyte in einem Glasvlies gebunden. Man kann sie auch unter dem Namen Vlies-Batterien finden. Diese Art der Batterien findet man immer häufiger in Wohnmobilen.

Vorteile:

  • Wartungsfrei
  • Auslaufsicher
  • Schnell zu laden
  • Für hohe Stromabgaben geeignet.
  • Unempfindlich bei niedrigeren Temperaturen.

Nachteile:

  • Vertragen hohe Temperaturen nicht so gut.
  • Nicht geeignet für eine Tiefenendladung.

Lithium-Ionen-Batterien

Bei dieser Batterie handelt es sich um den aktuellen Stand der Technik. Sie ist enorm teuer, jedoch tauschen immer mehr Camper ihre alten Batterien gegen dieses neuere Modell aus. Die hier als Bild verlinkte “>Lifepo4 200 Ah Lithium-Ionen-Akku Batterie für Solarsysteme können wir aus Erfahrungsberichten anderer Langzeitreisender empfehlen.

Vorteile:

  • Schnell zu laden
  • langlebig
  • Wartungsfrei
  • Auslaufsicher
  • Tiefenentladung möglich
  • Sehr gutes Verhältnis von Gewicht zu Leistung.

Nachteile:

  • Sehr hohe Anschaffungskosten.
  • Zum Laden werden modernste Laderegler (MPPT) benötigt

Unsere Ausstattung

Nach langer Überlegung und Kalkulation unserer Ressourcen haben wir uns letztendlich für eine 220 Ah AGM Victron Deep Cycle Akku Batterie entschieden. Die Batterie ist wie oben beschrieben auch bei kälteren Temperaturen sehr leistungsfähig und wir sind keine Schönwettercamper :-). Zudem ist ein komplettes System, d.h. Victron Laderegler + Victron Batterie feiner aufeinander abgestimmt. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Systemauswahl, auch wenn die Batterie nicht gerade günstig war.

Victron ist eine der größeren Unternehmen auf dem Markt und seit Jahren ein zuverlässiger Ausstatter von elektronischen Bauteilen. Die Qualität und Leistungsfähigkeit können wir nur bestätigen. Viele Ausstatter für Solaranlagen im Wohnmobil vertreiben Victron.

5. Wechselrichter für die Solaranlage im Wohnmobil

Wechselrichter sind dafür da, um aus der Gleichspannung, eine Wechselspannung zu machen. Sie machen aus den 12V oder 24V, die aus der Batterie kommen, unseren gewohnten “Steckdosen-Strom” 230V. Immer mehr Wohnmobil Reisende können nicht auf ihre Geräte aus der Wohnung verzichten. Hier hilft der Wechselrichter das Problem zu beheben. Beim Kauf sollte dringend darauf geachtet werden, dass das Gerät eine reine Sinuswelle wiedergibt. So schont man die empfindliche Technik der Geräte. Es ist darauf zu achten, dass man ein Gerät wählt, welches der eigenen Gebrauchsform entspricht. Es sollte nicht unterproportioniert sein, und auch nicht zu viel Watt ausgeben können. Da sonst zu viel Strom ungenutzt verbraucht wird.

Hat man einen Wechselrichter der 2000 Watt leistet, aber nur ein Gerät mit einer Leistung von maximal 300 Watt zum Beispiel, verbraucht der Wechselrichter alleine für die Umspannung viel mehr Strom, als ein Wechselrichter welcher nur 1000 Watt leistet. Hat man jedoch Geräte, die 1000 Watt Leistung brauchen, und verwendet hier nur einen Wechselrichter, der auch nur 1000 Watt bereitstellt, so ist ein Sicherungsausfall schon vorprogrammiert. Die Ausgabe des Wechselrichters sollte trotzdem ein bisschen über dem Verbrauch liegen, da der Wechselrichter selber auch noch Strom verbraucht. Hierbei ist zu beachten, dass man die Wattzahlen der einzelnen Entnehmer addiert, um so seinen passenden Wechselrichter zu wählen. Des Weiteren muss man auch auf die Volt Angaben auf seiner Batterie achten, um diese mit dem Wechselrichter in Einklang zu bekommen (12V oder 24V). In den meisten Fällen reicht ein 1500 Watt Wechselrichter. Aber das kommt wie oben beschrieben, auf die persönlichen Bedürfnisse an.


Wenn ihr euch auch dafür interessiert was wir für eine Ausstattung im Wohnmobil verwenden, und was man noch so alles braucht, dann schaut mal hier in unseren letzten Beitrag: 7 Tipps zur Ausstattung im Wohnmobil.


Quellen:

¹ https://de.wikipedia.org/wiki/Maximum_Power_Point_Tracking
² http://wiki.polz.info/doku.php?id=welcher_laderegler_mppt_oder_pwm
³ https://www.promobil.de/zubehoer/basiswissen-bordbatterie-wohnmobil/

Einige der hier verwendeten Bilder sind von Amazon Partnernet (Affiliate-Links). Wenn ihr darüber euren Kauf tätigt, so erhalten wir etwas Provision. Dankeschön.

7 Tipps zur Ausstattung im Wohnmobil

Aussattung im Wohnmobil - Anfahrhilfe

Was brauche ich im Wohnmobil

Seit 1 Jahr sind wir nun mit Kind im Wohnmobil unterwegs und konnten bezüglich der Dinge, die im Wohnmobil gebraucht werden, unsere Erfahrungen sammeln. Es lohnt sich, sich über die Ausstattung im Wohnmobil Gedanken zu machen.

Grundsätzlich muss natürlich jeder nochmal seine ganz individuelle Situation betrachten und danach abwägen: Welche Ausstattung im Wohnmobil benötigt wird? Was ist für mich wichtig und nötig?
Einige Tipps gibt es aber dann doch, die man einfach von Profis übernehmen kann. Entscheidend ist aber wie immer der Platz im Wohnmobil.

Alle von uns aufgezählten Artikel werde ich euch wie gewohnt über Amazon verlinken. Gerne könnt ihr auch andere Produkte über diese Links favorisieren. 😘

Ausstattung im Wohnmobil

1. Stufenkeile

Die Stufenkeile dienen dazu, Höhenunterschiede auszugleichen. Wir hatten keine Stufenkeile für die Reifen und wir haben sie immer und immer wieder vermisst. Damit kann man so gut wie überall stehen. Egal wie uneben der Platz ist, wo du stehen willst. Du kannst dort stehen! Wir mussten immer wieder mit dem Wohnmobil rangieren bis das Wohnmobil einigermaßen gerade stand. Manche werden jetzt sagen: Ach das brauche ich nicht. Aber mit den Wochen und Monaten auf Reisen, steht man gerne Waagerecht mit dem Wohnmobil. Erstens schläft es sich oben im Alkoven schlecht, wenn man schräg steht und zweitens nervt es, wenn die Türen ständig aufbleiben oder immer wieder gleich zuknallen.
Dann gibt es den perfekten Steh- und Aussichtsplatz, doch ist dieser einfach zu uneben. Die Stufenkeile gleichen so etwas aus und kommen definitiv nun ins Wohnmobil!

Absolute TOP Empfehlung als Ausstattung im Wohnmobil!

2. Grippmatte/ Anfahrthilfe

Hätten wir diese Grippmatte nicht selbst schon mal benötigt, wüsste ich gar nicht wie nötig so etwas ist. Ganz tief im Sand eingegraben und keine Chance gehabt da wieder herauszukommen. Unsere Schuhabtretmatte musste herhalten, ein rumgelegenes Brett, gebudelt und gebudelt. Nichts half, bis wir diese Grippmatte ausgeliehen bekamen und einige Männer und Frauen schoben. Das war ein Kraftakt. Seit dem weiß ich, dass die Matten Gold wert sind und jeder die im Wohnmobil haben sollte. Ein Wohnmobil ist einfach zu schwer, als dass man sich schnell aus solchen Situationen befreien kann. Ich hätte auch nie Gedacht, dass ich mal in einem Sandloch stecken bleiben würde. Tja es kommt immer anders als man denkt!

3. Haltenetz an der Decke

Das war eine der besten und kreativsten Ideen im Wohnmobilausbau. Als Ausstattung im Wohnmobil solch ein Netz anzubringen, war einfach genial. Wir hatten es noch übrig vom selbstgebauten Rausfallschutz im Alkoven. Da wir einiges an Elektronik, Kabeln und anderen Utensilien haben, die wir während der Fahrt sicher verstauen wollen sowie griffsicher vor unserem Kind, war dies eine tolle Idee. Es gibt nicht unzählige Plätze im Wohnmobil um irgendwelche Fächer oder Behälter zu montieren. Somit war ein Netz an der Decke des Wohnmobils, eine echt tolle Idee, die sich bewährt hat und sehr günstig in der Umsetzung ist. Wir haben hierfür so ein Anhängernetz genommen… Unseres ist grün. Hätte ich damals die Wahl gehabt, dann hätte ich ein schwarzes gewählt.

Hier in dem Video Minute 12:42, zeige ich übrigens das tolle Netz:

4. Mobiler Router Huawei

Wir haben uns für das Wohnmobil einen mobilen Router von HUAWEI E5785 zugelegt. Dort können wir eine Datensimkarte einstecken und somit das Internet über alle verbundenen Geräte gleichzeitig nutzen. Das macht die Handhabung von Internet unterwegs einfacher.
Zur Ausstattung im Wohnmobil gehört der mobile Router einfach dazu.

Für den mobilen Router von Huawei haben wir uns entschieden, da er viel praktischer ist, als ein fest installierter Router. Wir laden ihn auf und nehmen ihn mit. Er ist so klein, dass er in jede Hosentasche passt. Bevor wir diesen gekauft haben, haben wir viel Recherche da rein gesteckt. Tatsächlich schneiden die Huawei Router – auch die mobilen – sehr gut ab. Nach 1 Jahr Nutzung, können wir das nur bestätigen. Der Akku hält ca. 12 h, aber wir haben ihn sowieso im Wohnmobil meist direkt an der USB-Ladebuchse stecken.
Der Router ist wirklich einfach zu handhaben und einzustellen. Er funktioniert ohne Beanstandungen bei jeder bisher erreichten Temperatur. Toll finden wir, dass er die verbrauchte Datenmenge zählt. In manchen Ländern ist das sehr vorteilhaft.

Ein wirklich tolles Gerät, welches wir sehr gern auch weiterempfehlen!

5. 12 Volt Mehrfachsteckdose

Wenn das Wohnmobil hauptsächlich auf dem 12 V System läuft, ist eine solche 12 V Mehrfachsteckdose unverzichtbar. Der 3 Fach Zigarettenanzünder samt 4 Steckplätzen für USB wird bei uns ständig genutzt. Obwohl natürlich nicht alles gleichzeitig laden kann. Hier muss natürlich die Spannung beachtet werden. Die Ausstattung im Wohnmobil haben wir komplett auf 12 V ausgerichtet, da ja im KFZ grundsätzlich alles auf 12 V läuft. Wir entschieden uns, keine größeren Stromfresser, wie Fön oder Pürierstab mitzunehmen und nutzen zu wollen.
Strom benötigen bei uns:

6. Laptop 12 V Ladestecker

Unterwegs auf Reisen einen Laptop zu benutzen ist für uns unentbehrlich. Wir arbeiten am Laptop und daher ist dieser ein absolutes Muss. Da unser Wohnmobil auf das 12 V System ausgelegt ist, war ein 12 V Notebook Ladestecker für den Zigarettenanzünder zwingend nötig. Den Tipp konnten wir bei Amumot.de ergattern. So kann man auf einen Stromumwandler verzichten. Grundsätzlich ist dies auch die bessere Variante, da ein Laptop etwa 19 V benötigt. Ein Stromumwandler würde die 12 V aus der Batterie umwandeln in 230 V, um sie anschließend wieder in 19 V zu reduzieren. Das ist absolut sinnfrei.
Der hier empfohlene Stecker von Hama hat eine gute Qualität und steht uns zuverlässig zur Seite. Besonders hierbei ist, dass er mit jedem Notebook kompatibel ist, da er mit unterschiedlichsten Adaptern geliefert wird.
Auch der Stecker ist daher sehr empfehlenswert als Ausstattung im Wohnmobil!

120 Watt Universal Laptop-Netzteil fürs Auto – Kfz Zigarettenanzünder-Stecker für 48,31 €

7. Wasserschlauchadapter

Zu der Ausstattung im Wohnmobil gehören unbedingt auch unterschiedlich große Wasserschlauchanschlüsse.

Je nach Land unterscheidet sich die Größe der Wasserhähne und damit wird ein anderer Hahnanschluss benötigt. Es gibt welche aus Messing und Plastik. Wir wählten die aus Messing.
Drei verschieden haben wir dabei:

Zusammenfassung – Ausstattung im Wohnmobil

Alle hier aufgezählten Sachen sind für uns unverzichtbar. Daher können wir die Produkte absolut empfehlen. Ich persönlich habe vor dem Kauf einiger Produkte unzählige Wohnmobil-Blogs gelesen, um wirklich gute Kaufentscheidungen treffen zu können. So möchten wir auch heute unsere Erfahrungen und Tipps weitertragen.
Eine Ausnahme ist dabei – die Kompressor Kühlbox. Da wir keinen Kühlschrank haben, nutzten wir eine Kühlbox mit Lüfter, die aber im Herbst kaputtging. Die Leistung bei 30 °C Außentemperatur war eher mager. Daher möchten wir uns als Nächstes eine Kompressor Kühlbox anschaffen. Diese liegt preislich zwischen 500-750,- €, aber ein Kompressor-Kühlschrank über 1000,- €. Definitiv wird es aber eine Kompressor Kühlbox von Dometic. Diese muss schließlich gut kühlen und von unserer Solaranlage versorgt werden. Da ist ein Kompressor Kühlsystem für uns optimal.


Um eure Reiselust etwas anzuheizen, lest doch mal diesen Beitrag zu den 10 schönsten Orten Spaniens 🙂

Valencia – Die alte und doch so schöne Stadt

Ciudad in Valencia mit Kunst

An der Südostküste Spaniens liegt das historische Valencia.
Rund 2,5 Mio. Einwohner. 

Geschichte

Bereits 138 v. Chr. wurde die Stadt von einem römischen Konsul gegründet.¹
Zunächst war sie eine kleine unbedeutende Stadt, doch dies änderte sich schnell. Valencia wurde immer wieder von Arabern eingenommen und dann doch wieder von Christen zurückerobert. So bis heute. Schließlich ist Valencia seit der 1982 geendeten Faschistischen Diktatur Autonom.¹;²

Spanien hat eine mir eher unbekannte Geschichte. Umso erstaunter war ich über diese Tatsache.

Imposantes Valencia

Heute ist Valencia imposant und modern. Eine wirklich sehr schöne Stadt. Allemal ein Reiseziel Wert. Selbst mit kleinem Geldbeutel ist die Stadt gut zu besichtigen und bietet so viel, vor allem fürs Auge. Valencia beeindruckt durch das Ciudad de las Artes y de las Ciencias. Es handelt sich um ein Kunst- und Wissenschaftszentrum. Allein die Architektur beeindruckt und staunen bleibt nicht aus.

Das Gelände ist komplett zugänglich und die Bauwerke samt Brücke können von Nahem betrachtet werden. Alles ist von Brunnen umgeben. Bei Sonnenschein, einfach wundervoll dort. Ab und zu steht zentral platziert ein modernes Kunstwerk, welches zum kurzen Verweilen einlädt.

Bunt, groß – beeindruckend und von außen kostenfrei anzusehen.
In den einzelnen Gebäuden befinden sich ein Planetarium, Ozeanarium und ein Museum. In weiteren Gebäuden sind eine Oper und ein Musikhaus zu finden.

Ideenreichtum Valencia

Durch die gesamte Stadt verläuft ein Park, der einst ein Fluss war. Das Flussbett des Turia ist die grüne Lunge Valencias. Hier tummeln sich die Valencianer zahlreich, vor allem am Wochenende. Auch hier begegnen einem immer wieder Brunnen. Ab und zu durchläuft man große Brückenunterführungen, wo einst der Fluss durchlief – beeindruckend ist gar kein Ausdruck.
Der Fluss wurde aufgrund einer großen Flutkatastrophe im Jahre 1957 dann umgeleitet. In den 80er Jahren kam es zum Bau des Parks.³

Innenstadt von Valencia

Ebenso Spaß macht es durch die Innenstadt zu laufen. Vorbei an engen Gassen, mit kleinen aufeinander folgenden Läden, Bars und Restaurants. Hier gibt es alles. Stühle und Tische der Gastronomen stehen zum Teil in den engen Gassen. Überall buntes Getummel. Einzelentertainer spielen spanische Musik. Was für ein Flair. Wir mussten uns immer wieder anhalten, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Die Zeit verging wie im Flug. Irgendwann kommt die Markthalle – Mercat central. Ein buntes Markttreiben. Wie man es sich vorstellt. Nach ersten Orientierungsschwierigkeiten ist es eine Freude hier einzukaufen. Von überall her kommen andere Gerüche. Auch hier ist fast alles zu bekommen. Wir haben hier die Zutaten für unsere selbstgemachte Paella bekommen. Hier ein Rezept.

Spanische Paella selbstgemacht

Die Fischtheken sind auch immer wieder spannend. So haben wir diese nie in Deutschland gesehen. Vielleicht oben im Norden. Die Auswahl ist einfach unglaublich.

Valencia fährt zudem mit einem Oceanografic auf. Das ist das größte Meeresaquarium Europas. Es ist ein wahres Erlebnis. Zugang gibts für rund 30 € pro Person. Ehrlich gesagt sind wir aber mit der Delphin- und Walhaltung nicht einverstanden. Dies hat uns auch eher traurig gestimmt. Dennoch, ist es eine Empfehlung. Die Gebäude und das Gelände sind so groß, dass man sich den ganzen Tag dort aufhalten könnte. Wir empfehlen auch sich Zeit zu nehmen. Es ist vor allem nicht nur für Kinder. Hier kommt jeder auf seine Kosten.


Valencia ist eine großartige Stadt und einen Besuch wert.


Wenn euch die schönsten Orte Spaniens interessieren, dann lest unseren Blogbeitrag dazu.


**Quellen:**
¹ https://www.valencia-stadtfuehrer.de/valencia-geschichte.htm
² Walther L. Bernecker, Gewerkschaftsbewegung und Arbeitsbeziehungen, Spanien nach Franco. Der Übergang von der Diktatur zur Demokratie 1975-1982
³ https://books.google.pt/books?id=POTx-H1HEtcC&pg=PA60&lpg=PA60&dq=gr

Die krasseste Erfahrung, die eine Familie machen kann

Drei verrückte ReiseRitter

Traum einer Weltreise

Alles begann mit dem Traum einer Weltreise. Wie wussten wir ganz lange nicht! Wir hatten kein Geld und unsere Jobs warfen nicht genug zum Sparen ab. Dennoch gaben wir unseren Traum nicht auf. Wir recherchierten viel nach Möglichkeiten den Traum einer Weltreise ohne Geld umzusetzen. Viel gab es dazu nicht im Netz. Wenn euch hierzu mehr interessiert, dann lest den Beitrag hier oder hier.

Vorgeschichte

Den Platz in unserer Wohnung haben wir stets ausgekostet. Wir verfügten über 60 qm Wohnraum. Viel Platz zu dritt. Genügend Raum, vor allem wenn der Haussegen schief hing. Als wir unsere Weltreise planten, wollten wir den ganzen Ballast loswerden. Nach dem Motto: Umso weniger Besitz, umso leichter. 

Alles loswerden

Alles loszuwerden stellte sich aber schwerer raus als gedacht. Besonders bei geliebten Dingen. Ich weiß noch als ich meine analoge Spiegelreflexkamera verkaufte. Ein Käufer meldete sich – ach war das schwer. Plötzlich wurde mir ganz anders, ich hätte heulen können. Dies war meine erste professionelle Kamera, die ich mir mit meinem ersten ersparten Geld gekauft hatte. Sie bedeutete mir viel. Doch ich wollte sie verkaufen.

Nach und nach verkaufte ich unsere Wohnzimmer Möbel, Flurschränke und Kleiderschrank. Bett & Waschmaschine ganz zum Schluss. Wir wohnten lange sehr chaotisch. Monatelang standen überall Kartons rum, weil manche Schränke sich schneller verkauften als gedacht.
Mit den ersten verkauften Teilen begann alles Ernst zu werden. Es wurde real. Wir realisierten, dass das Träumen aufgehört hatte.

Von 60 qm auf 10 qm mit Rädern:

  • 10 qm Wohnmobil
  • das Nötigste, was zum Leben gebraucht wird
  • kein TV, keine Konsolen, kein Lauftrainer, etc.
  • keine Tiefkühltruhe, kein großer Kühlschrank
  • keine begehbaren Kleiderschränke

Euphorie

Am 28.12.2018 starteten wir am späten Nachmittag Richtung Frankreich. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten waren wir insgesamt recht entspannt. Zuerst fiel uns direkt nach der Anfahrt ein Becher Cappuccino auf die hinteren Sitze (Marcels Schlafplatz) und alles war nass. Etwas später machten wir eine kurze Pause am Autobahnrastplatz und das Wohnmobil sprang nicht mehr an. 1 Stunde verging und plötzlich startete der Motor wieder (Anlasser…).

Unseren ersten Stopp legten wir in der Nähe von Würzburg ein. Wir waren völlig euphorisch. Das Gefühl war unbeschreiblich. Endlich begann unser Traum einer Weltreise und war nun Wirklichkeit. Wenn ich so darüber nachdenke und es mir wieder vorstelle, kommen all die aufregenden Gefühle zurück.
Es spielte keine Rolle, dass es draußen kalt war. Wir aßen an dem Abend eine Tütensuppe und genossen den warmen Becher, bis unser Wohnmobil aufgeheizt war.

Auch der erste Morgen, mitten im Industriegebiet, war Freiheit pur. Wir waren so glücklich und zufrieden.

Die ersten Wochen waren voller Freude und Zufriedenheit. Wir waren einfach nur glücklich. Jeden Tag ein Stück weiter und weiter. Bereits am zweiten Tag erreichten wir Frankreich. Wir blieben eine Woche in Straßburg, da es uns so gut gefallen hat. Silvester machten wir unser erstes YouTube Video und stellten uns vor.

Wir hatten es recht eilig danach weiterzukommen in Richtung Spanien. Wir wollten andere Landschaften, als die uns gewohnten, sehen. Das Meer war ein wichtiges persönliches und großes erstes Ziel vom Traum einer Weltreise.

Eingespielt

Nach wenigen Wochen hatten wir uns im Wohnmobil Alltag eingespielt. Zwar gab es auch immer wieder einige Anpassungshindernisse, aber wir lernten daraus. Mit der Zeit wurden verschiedene “Stressfaktoren” deutlich. Der enge Raum und die damit verbundene Wartezeit beim aneinander vorbeilaufen oder um an Schränke heranzukommen, nervte mich teilweise ganz schön. Neo lernte gerade in der Zeit, ohne Windel auszukommen und manchmal waren die Sitze nass. Die Hürde des Waschens machte dies etwas kompliziert. Anfangs funktionierte unsere warme Dusche nicht und so haben wir uns täglich mit Waschlappen gewaschen.
All diese Kleinigkeiten haben wir recht schnell überwunden, obwohl vieles eine Umstellung bedurfte.

Ängste

Ich hatte bereits nach wenigen Wochen finanzielle Ängste, obwohl wir genügend Geld dabei hatten, um ein paar Monate auszukommen. Es war ungewohnt ohne monatlichen Geldeingang zu leben. So dass mich dieses Thema monatelang begleitete. Ich war dadurch ständig angespannt und konnte unseren Traum einer Weltreise gar nicht so genießen, wie es hätte sein können.
Streit war vorprogrammiert.

Weiterentwicklung und Streit

Natürlich veränderte das Reisen uns auch. Wir wollten die Weltreise auch nutzen, um uns weiterzuentwickeln, um unsere Spiritualität zu vertiefen und zu wachsen. Ehrlich gesagt bin ich da ziemlich blauäugig herangegangen. Weiterentwicklung passiert sehr häufig über Grenzerfahrungen. Wir verändern uns, weil wir an innere oder äußere Grenzen stoßen. In unserem Fall waren Streitereien an der Tagesordnung. Es war eine ziemlich anstrengende Zeit und teilweise stecken wir immer noch darin. Wir wachsen besonders beachtlich aneinander. Der andere stellt jeweils den Gegenpol und auch einen Spiegel dar. So dass Konflikte besonders schnell ans Tageslicht kommen.

Teilweise waren die Zeiten sehr anstrengend für uns. Wut, Angst und Zorn ließen uns das ganze Vorhaben überdenken. Eigentlich war es nur unser Ego welches besonders laut brüllte und uns über solche Sachen nachdenken ließ. In Wirklichkeit gibt es nur einen Weg miteinander!

Erfahrungen

Sonnenuntergang Salvaterra de Magos

Insgesamt war es die beste Entscheidung unseres Lebens. Wir bereuen keinen einzigen Tag. Wir sind trotz aller Ängste, Probleme, Streitigkeiten und Sorgen unglaublich zufrieden diese Reise machen zu können. Unser Entschluss aus dem Hamsterrad auszubrechen war wohl die riskanteste, aufregendste und doch die vervollkommnetste Entscheidung nicht nur für uns, sondern auch für unsere Seele.

Wir haben so richtig Blut geleckt und lieben es mit dem Wohnmobil die Länder zu bereisen. Es ist toll so unabhängig zu leben und nur noch geringfügige Verbindlichkeiten zu haben. Wir haben Freude daran, dass unser Kind bei uns aufwächst und sich so gut wie immer frei in der Natur bewegen kann.

Junge spielt am Fluss

Ich liebe es draußen auf dem Tisch meinen Laptop aufzuschlagen und zu arbeiten. Es macht so viel Spaß draußen zu arbeiten.

Wir lieben die Vielfalt der Natur und die ständigen neuen Eindrücke der Orte und Menschen. Irgendwie ist das äußere Leben etwas einfacher geworden. Und zuletzt finde ich es toll, welche Chancen sich ergeben für unser inneres Wachstum, auch wenn dies nicht immer einfach ist.

Der Traum einer Weltreise hat gerade erst begonnen. Folgt uns doch auch auf YouTube. Hier findet ihr einige persönliche Videos von uns und über Themen die uns interessieren. Beispielsweise unser 6 Wochen Rückblick…


Weitere tolle Artikel von uns findet ihr zum Beispiel hier: Alles was uns so bewegt

Frei stehen mit dem Wohnmobil

frei stehen mit dem Wohnmobil

Frei stehen & frei fühlen

Heute sitze ich hier, stehen frei direkt am See und schreibe aber in der Dunkelheit. Hier ist es absolut ruhig. Ich höre die Grillen zirpen. Vögel, weit entfernt paar Hunde leise bellen. Ab und zu ein Fisch der übers Wasser hüpft. Und es ist gar nicht so dunkel. Der Mond ist recht hell.
So einsam könnte man sagen stehe ich am liebsten – ganz frei und am liebsten allein. Irgendwann verziehe ich mich dann doch rein. Es ist nun recht kalt am See. Fast sehnsüchtig schaue ich zum Fenster und entscheide mich, doch nochmal raus zu gehen. Der Sternenhimmel ist viel deutlicher zu sehen. Keine Lichter die stören.
Morgens dann ganz frei und unbekümmert Kaffee am See trinken. Herrlich. So fühlt sich Leben an. Niemand der sich an irgendetwas stören könnte.

Frei stehen – eher selten

Es kommt einfach seltener vor, dass man so ganz frei irgendwo, wo es einem gefällt, schlafen kann. Viele wunderschönen Orte unterliegen Gesetzen, die dass Übernachten verbieten.
Daher genieße ich solche Möglichkeiten um so mehr. Nur die Natur, das Wohnmobil und wir. Kein Mensch weit und breit. Als wir im Winter unsere Reise begonnen haben, standen wir des öfteren ganz allein an einem tollen Platz. Aber nun sieht es ganz anders aus. Viele Stellplätze sind zahlreich besucht von Wohnmobilreisenden. Auch das ist wirklich ein tolles Erlebnis in diese Welt der Camper einzutauchen, wie ich schon in meinem Artikel über die Campergemeinde geschrieben habe.

Sehnsucht nach freiem Stehen

freies Stehen mit dem Wohnmobil

Und trotzdem sehne ich mich immer wieder nach solchen Plätzen. Ich verbringe meine Zeit leidenschaftlich gerne draußen in der Natur. Besonders liebe ich auch Gelegenheiten draußen zu essen. Zu Reisen mit dem Wohnmobil bietet alles was man braucht. Irgendwie vermittelt die Natur solch ein glückseliges Gefühl. Fast unbeschreiblich. Der Mensch ist mit der Natur verbunden und daher sehnen sich viele Menschen danach, wieder mehr Verbundenheit zu erfahren. Besonders in unserer Zeit. Der Naturkontakt kommt insgesamt viel zu kurz. Vielleicht auch daher meine Sehnsucht nach der Welt.
Es fühlt sich aber auch nach Freiheit an. Als ob die Welt mir gehören würde. Besonders wenn wir so mit unserem Wohnmobil stehen können. Ich glaube Naturkontakt erdet uns auch.


P.S. Eines vermissen wir vor lauter Natur aber doch noch… einen Backofen. Hmmm da läuft uns allen gleich das Wasser im Mund zusammen. Wir lieben überbackenes. Daher werden wir nun auf die Suche nach einem Backofen gehen.

Mobiles Internet in Spanien – Die beste Lösung für 2019

In diesem Beitrag erfährst du welche die beste Lösung für mobiles Internet in Spanien 2019 ist. Wie alle Wohnmobilreisenden, Digitale Nomaden oder Perpetual Traveler, sind auch wir auf viel mobiles Internet angewiesen. Daher suchen wir nach den größten Datentarifen, die zur Verfügung stehen.

1. Prepaid oder Vertrag

Für uns kommen nur Prepaid Karten für mobiles Internet in Spanien aber auch anderswo in Frage. Verträge binden uns zu sehr. Wir wollen frei und unabhängig sein. Reisen, wann und wohin wir wollen. Bisher haben wir ehrlich gesagt auch keinen Vertrag mit top Konditionen zum Reisen gefunden. Es sei denn man ist bereit tief in die Tasche zu greifen. So stützen wir uns auf die unzähligen Empfehlungen, sich in jedem Land Prepaid Karten zu holen. Außerhalb Deutschlands ist mobiles Internet mit viel Gigabyte auch nicht rar. Nur in Deutschland scheint mobiles Internet etwas sehr begrenztes zu sein.

2. Wofür wird das mobile Internet benötigt?

Unterwegs wird andauernd Internet gebraucht. Solange ein fester Wohnsitz vorherrscht, wird die Datenmenge, die für gewöhnliches surfen benötigt wird, völlig unterschätzt. Wer weiß schon, wieviel Gigabyte man im Monat verbraucht? Wir wussten es nicht! Ihr?
Rund 150 GB jeden Monat! Wofür gehen diese Daten drauf?

  • Kommunikation mit Messangern, wie WhatsApp
  • Videotelefonie in die Heimat
  • Surfen im Internet: etwas nachlesen, recherchieren,
  • Arbeiten (Online), z.B. Website gestalten, Beiträge schreiben
  • Updates Laptop, Handys
  • YouTube, Streaming von Filmen, Musik hören
  • Google Maps

So kommt einiges zusammen. Besonders das streamen, YouTube und Musik hören sind die Hauptfresser. Kein Angebot für mobiles Internet in Spanien deckt solche Datenmengen ab. Wir kennen jedenfalls keine. Falls aber ihr irgendwelche neuen Informationen habt, so schreibt sie uns gerne in die Kommentare.

3. Mobiles Internet in Spanien

Wir nutzen hierzu eine Kombination von zwei verschiedenen Anbietern für mobiles Internet in Spanien.

Mobiles Internet SpanienDatenmenge und Kosten
Simyo Spanien35 GB für 28,- €

Zubuchbar:
Chat Pass 300 MB für 0,99 €(WhatsApp, Facebook Messanger)

Social Pass 4 GB für 1,99 € (Facebook, Instagram, twitter, snapchat)
vodafone yu5 GB + 10 GB (aktuell 2019) gratis für 10 €

Unbedingt Zubuchen:
Video Pass 8,- € (YouTube, vimeo, netflix, Amazon Video, usw.)

Weitere zubuchbare Optionen:
Chat Pass 2,- € (WhatsApp, Telegram, usw.)
Maps Pass 3,- € (Google Maps, etc.)
Social Pass 3,- € (Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest, u.v.m.)
Music Pass 3,- € (soundcloud, Apple Music, Spotify, usw.)

Wir kombinieren also 35 GB Simyo für 28,- € ohne die Pässe, weil sie nicht so gut funktionieren und limitiert sind. Die Abrechnung der WhatsApp Nutzung läuft über die Daten. Irgendwelche Einstellung an der Proxy bzw. AntiViren und VPN Dienste müssen ausgeschaltet werden, damit es richtig funktionieren kann. Trotz Änderung der Einstellung, geht es trotzdem nicht. Also aktuell unbrauchbar.

Umso besser funktioniert dann das mobile Internet in Spanien mit den Pässen von vodafone yu. Anfangs erhielt man die gesamten Pässe, zwar mit weniger verfügbaren Apps, dafür für monatlich 5,- €. Nun kostet jeder einzelne Pass etwas. Wir nutzen den video, social und chat Pass für insgesamt 13,- € + 10,- € Aufladung der Karte (notwendig).

4. Zusammenfassung Datenkarten in Spanien

Insgesamt zahlen wir also 51,- € für die mobilen Daten in Spanien. Dafür ist aber der gesamte Monat gut abgedeckt. Solltet ihr noch mehr mobile Daten benötigen, müsst ihr tiefer in die Tasche greifen.

Die einzige Schwierigkeit ist, dass ständig daran gedacht werden muss, welche Karte verwendet wird. Ständig muss demnach das Netz gewechselt werden.
Wir haben einen mobilen Router in dem die simyo Karte steckt und die vodafone Karte steckt in einem Handy. Anstrengend ist, dass immer wieder der Hotspot angemacht werden muss, damit der andere dann auch auf die Karte zugreifen kann.


Quelle Bild:
Bild von mohamed Hassan auf Pixabay


Vielleicht hast du ja Lust weiter bei uns zu stöbern – schau doch mal ins Menü 🙂

“Trocken” werden im Wohnmobil

Trockenwerden im Wohnmobil

Unsere Geschichte zur Reinlichkeitserziehung

In den letzten Wochen starteten wir das endgültige Trockenwerden mit Neo. Es gab gute Anzeichen, das der Zeitpunkt nun der Richtige sei. Eigentlich benutzen wir nur noch für die Nacht windeln. Frühs dann aber war die Windel in letzter Zeit immer öfter trocken. Wenn ich dann schnell genug aufgestanden bin, blieb dies auch so, da Neo die Toilette aufsuchte. Ich bereitete mich schon vor Abfahrt darauf vor, indem ich einen Wasserundurchlässigen Matratzenschutz besorgte und diesen auch anbrachte.

Wie fing das “Trocken”werden an
Mit etwa 9/10 Monaten besorgten wir das Töpchen und fingen an ihn immer wieder darauf zu setzen. Das klappte immer besser. Ich beschäftigte mich mit dem Thema des “Abhaltens” bei Babys. Hierzu gibts unzählige Fallberichte und Fachartikel. Aber als Neo geboren wurde, war mir das einfach noch zu viel. Dennoch wollte ich umbedingt, dass er so wenig Windeln wie nur möglich trägt.

Was spricht gegen Windeln
Die Haut kann dadurch nicht richtig atmen. Den ganzen Tag eine Art Plastik drum zu haben würde uns auch nicht gefallen. Babys haben aber keine andere Wahl. Sie müssen damit klarkommen. Ich dachte daran, wie ich mich fühlen würde. Schon mit Binden wenige Tage im Monat auszukommen, stresst mich ehrlichgesagt. Ich kenne einige Fälle von Windeldermatitis. Oh Gott – sowas wollte ich auf keinen Fall. Ich wechselte so oft es ging die Windel. Informierte mich zum Thema. Nahm nur noch Feuchttücher, die keine bedenklichen Substanzen enthielten und wusch so oft wie möglich nur mit Wasser. Besonders nach dem großen Geschäft. Anfangs kostete es etwas Überwindung und dann war es ok. Ich sah die Erfolge 🙂 Ich stellte fest, dass manche Windeln unheimlich chemisch stinken. Selbst angebliche Bio-Windeln. Das ging für mich gar nicht. So etwas an dieses zarte Popöchen über längere Zeit dran zu machen, war ein furchtbarer Gedanke. Die ganze Chemie, die er dadurch aufnehmen würde – einfach schrecklich. Es erinnerte mich an stark nach Chemie riechende Schuhe – die ziehe ich auch nicht an. Schließlich fand ich Moltex-Windeln, die wirklich nicht chemisch rochen und ökologisch hergestellt werden. Auch besorgte ich mir Stoffwindeln. Eine gute Alternative, aber nicht das Wahre.

Zu Hause – unten ohne
Mit der Einführung vom Töpchen, stellte ich fest, dass ich immer wieder mal die Signale meines Kindes deuten konnte oder eine Art Instinkt wahrnahm. Ich wusste plötzlich: Jetzt muss er Pipi machen. Dies war sehr häufig dann auch der Fall. Wenn ich aber kochte, Haushalt machte oder auf andere Weise abgelenkt war, so nahm ich gar nichts wahr und das Pipi ging in die Hose. Als es wärmer wurde blieb Neo einfach nackig unten rum. Ich störrte mich nicht daran, wenn das Pipi irgendwo auf unserem Laminat landete. Wozu gab es Lappen und Wasser :-). Ich erhoffte mir, dass er durch die Wahrnehmung davon mit der Zeit trocken werden würde.

Das große Geschäft
Das große Geschäft wurde recht schnell zu einer reinen Töpchensache. Es war relativ einfach genau zu sehen, wann Neo musste. So dass er mit 1 Jahr sein großes Geschäft nur noch ins Töpchen machte. Ganz selten kam es anders. Wir zelebrierten dies auch immer mit Buch lesen auf dem Töpchen. Das spielte sich ziemlich gut ein. Irgendwann ging ohne Buch gar nichts mehr auf dem Töpchen 🙂 So auch bis heute 🙂

Enttäuschung
Mit dem Pipi wollte und wollte es einfach nicht klappen. Ich hatte anfangs viel Geduld. Doch es wollte sich einfach nicht durchsetzen. Mit 2 Jahren gab es Tage, an denen die Hosen trocken waren und dann Tage an denen ich 5-7 Hosen wechselte. So lange wir noch in einer Wohnung lebten, störrte es mich gar nicht so sehr. Schließlich konnte man waschen. Ab und zu aber ging es auf die Couch. Das war immer sehr ärgerlich. Mit viel Aufwand habe ich das Pipi abgewaschen. Schließlich sollte kein Geruch zurückbleiben…

Weltreise-Start
Unser Wohnmobil-Abenteuer begann. Neo war genau 2 Jahre alt, als wir starteten. Wir hatten also auch im Wohnmobil den eben beschriebenen Wechsel zwischen trockenen und “nassen” Tagen. Im Wohnmobil war das allerdings nicht mehr schön und konnte nicht einfach abgehakt werden. Wir können nicht ständig waschen. Aber nicht nur die Hosen, die immer wieder nass wurden. Auch hier erwischte es immer wieder die Couch. Das ist hier besonders ärgerlich. Wir versuchten immer eine wasserdichte Unterlage drunterzulegen. Aber natürlich geht es auch mal daneben.
Eine Windel zu nutzen, widersprach dem trocken werden. Ich wusste wir würden zurückfallen. Er musste auch merken, dass es uns ärgert.

Mit den Wochen wurde es aber immer besser. Neo kontrolliert es von Tag zu Tag immer mehr und findet Spaß daran, Pipi auf die Toilette oder draußen zu machen. Im Strahl zu pinkeln ist scheinbar witzig. Er möchte sich aber auch hierbei vorwärts entwickeln und vieles alleine machen. So hatten wir jetzt auch paar mal die Situation, dass er mitten in der Öffentlichkeit, z.b. auf dem Marktplatz einfach seine Hose runterzieht und Pipi machen möchte 🙂 In letzter Sekunde kann ich ihn dann noch zur Seite nehmen.

Pipi Geruch im Wohnmobil
Nun starteten wir also das nächtliche Trockenwerden. Zwei Tage ging es gut und dann war es passiert. Ich nahm wieder die Windel und hatte mir fest vorgenommen frühs schnell aufzustehen bzw. die Wandel direkt abzunehmen und zur Toilette zu gehen. Irgendwie klappte es nicht. Die Windeln waren wieder nass. Nach 1 Woche Pause und paar trockenen Windeln startete ich einen neuen Versuch. Einmal in der Nacht bin ich in den ersten drei Tagen mit ihm aufgestanden – aus Angst. Am dritten Tag, war ich frühs nicht schnell genug – da war es passiert. Am vierten Tag dachte ich mir, dass er ja vorher auch morgens eine trockene Windel hatte, ohne nächtliches aufstehen. Hauptsache ich war schnell genug. Ich hatte bedenken, eine verkehrte Routine für uns zu starten. Wer will schon mitten in der Nacht aufstehen und aufs Klo gehen. Doch ging es wieder schief. Zwei Tage nacheinander hatte ich also Pipi im Bett. Und ich sage euch, – was für ein Aufwand ohne Waschmaschine…

Alles gewechselt – doch der Geruch aus der alten Wäsche lag in der Luft. Waschtag mit einem Berg voll Wäsche stand also an…
Es bleibt also beim nächtlichen aufstehen 🙂

Aller Anfang ist schwer. Aber wir sind auf einem sehr guten Weg.


Hier ein Affiliate-Link für die Moltex Windeln. Wenn ihr hierrüber bestellt, erhalten wir auch wenige Prozent davon. Danke für eure Unterstützung 😉
Diese Windeln waren für uns wirklich der Oberhammer. Ich bin sogar in andere Städte gefahren, um sie zu besorgen. Daher empfehle ich diese hier aus reiner Überzeugung!

Gr. 1 – MOLTEX Nature No1 Ökowindeln NEWBORN Gr 1 (2-4 kg) 6x23St. https://amzn.to/2Kjsm8U

Gr. 2 – 126 St. MOLTEX Nature No1 Ökowindeln (3-6 kg) 3x 42 Stück
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Gr. 4 – MOLTEX Nature No1 Ökowindeln MAXI Gr 4 (7-18 kg) 4x 30 Stück
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Gr. 5 – Moltex Nature no.1 Ökowindeln Junior, 1er Pack (1 x 64 Stück)
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Nässe-Bett-Schutz
https://amzn.to/33phdc7


Wenn du dich zum Thema natürliche Entwicklung interessierst, empfehle ich dir meine Beitragsserie: Apell an die Natürlichkeit. Hier findest du zahlreiche Informationen, unter anderem warum ich keine Windeln empfehle, das tragen im Tragetuch besser ist und wie verdreht die Einstellung zum Stillen ist.

Systemaussteiger

Mutter mit Kind im Spieleparadies

Systemaussteiger

Das streben wir zumindest an

By Justyna Ritter

Worum geht es also bei DieReiseRitter.com?

Wir sind eine kleine Familie – Justyna, Marcel & Neo. Gemeinsam reisen wir im Wohnmobil durch die Welt. Zunächst einmal durch Europa. Etwas später werden wir sicherlich auch den europäischen Kontinet verlassen. Im Teil “Über uns” könnt ihr gerne noch mehr zu uns erfahren.

Auf unserer Website wird es allerhand Themen geben. Alles was uns so bewegt und uns prägt. Beginnend mit Themen aus unserer Reisevorbereitung, über Finanzierung, Wohnmobilausbau und diverse Reparaturen, hin zu Reisethemen sowie Themen, die unser Leben stark prägen. Hierzu gehören beispielsweise freies Lernen, Systemaussteiger Themen, Entwicklung der Gesellschaft, Wandel der Natürlichkeit, “Langzeit”- Stillen, Systemkritische Themen, Impfungen, Alternatives Leben, Alternative Medizin & Heilkräuter, Geheimnisse der Natur, Verborgenes Wissen, und soooo vieles mehr. Wir möchten einfach unser Leben mit euch teilen und Anregung zum Nachdenken sowie recherchieren geben. Es gibt so vieles was hinterfragt und überdacht werden sollte.

Warum sehen wir uns als Systemaussteiger bzw. streben dies an?

Das “Standard”Leben, wo beide Partner 40 h arbeiten müssen, das Kind ab dem ersten Lebensjahr den Kindergarten besucht, die Familienzeit auf wenige Abendstunden und Wochenenden reduziert ist und das Leben fremdgesteuert – widerstrebt uns völlig. Wir sind auf diesem Planeten um zu leben und nicht nur um zu arbeiten. Geld verdienen ist die eine Sache, aber dies zum Hauptlebensmittelpunkt zu erklären, ist wirklich frustrierend. Wir lernen von den älteren Generationen und die meisten davon sind unzufrieden oder krank. Warum müssen wir in ihre Fußstapfen treten? Warum sollten wir?
Es ist Zeit umzudenken und neue Wege zu gehen. Es ist ein monotones Leben, auf welches wir keine Lust haben. Wir wollen das Leben erleben, Zeit füreinander und für unser Kind haben. Wir möchten Geld verdienen und nicht den Großteil für Steuern ausgeben. Wir suchen bessere Optionen für uns. Wir möchten nicht absichtlich klein gehalten werden. Eben nicht nur genau so viel verdienen, dass genug Essen auf dem Tisch steht, damit man gerade so zufrieden ist. Wir sind gerne Systemaussteiger! Der Systemausstieg ist ein etwas schwieriges Thema, da viele Menschen sich das gar nicht vorstellen können oder sehr kritisch sind. Nach dem Motto: Wenn ich da durch muss, dann müsst ihr das auch.

Systemaussteiger – Zeit für Neues

Hinzu kommt, dass eine Zeit angebrochen ist, in der staatskritische Themen kaum noch angesprochen werden dürfen. Entweder wird die “Nazikeule” rausgeholt oder man wird in die Ecke der “Verschwörungstheoretiker” gesteckt. Eine Demokratie mit gelebter Meinungsfreiheit sieht für uns anders aus. Und ja, es ist höchste Zeit zu kritisieren! So vieles entwickelt sich gegen den Menschen, die Gesundheit, die Natur und die Freiheit. Wie lange wollen wir noch zugucken? Allein für unser Kind lohnt es sich auszubrechen. Es mit einem Jahr ganztags Fremdbetreuen zu lassen, widerspricht unserem Innersten. Da wir das System nicht einfach ändern können, fangen wir bei uns selbst an und kehren diesem erstmal den Rücken. Daher nennen wir uns Systemaussteiger. Natürlich kann man in der Realität nicht komplett aussteigen. Diese Strukturen sind über die gesamte Welt gespannt. Wir versuchen etwas Neues zu schaffen. Glücklicherweise sind wir nicht allein mit diesem Denken. So viele Menschen, besonders auch Familien, denken und handeln wie wir. Das macht Mut und gibt Zuversicht 🙂

Standpunkt

Wir möchten auch klarstellen, dass wir nicht gegen den Kapitalismus sind, sondern gegen den Korporatismus. Jeder soll Geld verdienen können. Firmen, die gute Arbeit leisten, sollen wachsen und unterstützt werden. Das Problem in unserer Gesellschaft ist, dass der Staat durch Gesetze Firmen bevorzugt oder Chancen gibt, die in einer freien Marktwirtschaft keine Chance hätten. Beispielsweise, weil sie schlechte Leistungen erbringen, oder die Natur schädigen. Menschen unterstützen Firmen, die gut für die Menschheit sind. In der jetzigen Zeit agieren aber Firmen, die die Erde ausbeuten und rücksichtslos handeln. Nicht weil sie so mächtig sind, sondern weil sie die Legitimation des Staates haben.

Mehr zum Thema findet ihr in unserem Artikel Systemflucht.

Eigene Grenzen kennenlernen

Oder: Hüte dich vor deinen Wünschen!

In allen meinen anfänglichen Blogbeiträgen schreibe ich darüber, dass wir vor allem eine Reise in uns selbst antreten und uns weiterentwickeln wollen. Nun, es ist fast nicht vorstellbar, wie schnell und intensiv so etwas passieren kann.

Das Reisen mit dem Wohnmobil fördert das Wachstum enorm. “Entweder du lernst daraus, oder du scheiterst” – sagt Marcel, mein Mann, gern. Und wie Recht er damit hat!

Meine Baustellen

1. Flucht

Durch die Situation, stark begrenzt auf engen Raum zu leben, entstehen Konfliktsituationen. Für mich persönlich ist es die Tatsache, dass ich nicht “fliehen” oder ausweichen kann. Es gibt eben nur noch das Wohnmobil und nichts weiter! Hinzu kommt, dass man in fremden Ländern ist. Hier sind wir schon beim Übeltäter, der Flucht. Wer rennt nicht gerne vor Problemen oder Konflikten davon? Dies ist freilich nicht allgemeingültig. Ich bin eigentlich Sozialpädagogin und habe eher wenig Chancen gehabt davonzulaufen. Auch stelle ich mich meinen Problemen zumeist. Doch hier merke ich, dass ich doch auch diese Tendenz habe. Und nun ist es so, dass ich dies bearbeiten muss. Allein bei zwischenmenschlichen Konflikte tendiere ich immer wieder dazu, schnell kehrt zu machen, statt sich damit auseinanderzusetzen. Nur für wenige Menschen machte ich mir die Mühe.

2. Authentizität

Ich komme langsam bei mir selbst an. Es ist aber ein mühseliger Prozess, den man eigentlich gerne meidet. Ein unglaublich wichtiger Faktor hierbei ist Ehrlichkeit. Ehrlichkeit vor allem zu sich selbst und zu anderen. Wenn man sich ständig belügt, oder andere vor sich stellt oder sie hoch hebt, so entstehen unweigerlich Konflikte. Sich selbst nicht wichtig genug nehmen, samt seiner Bedürfnisse, ist ein Dilemma. Recht schnell entsteht große Unzufriedenheit. Denn das wichtigste im eigenen Universum, ist man selbst. Nur du kannst selbst für dich einstehen und dich achten. Besonders wenn man ein Kind hat, kommt noch der Vorbildcharakter dazu.
Seit wir auf Reisen sind, versuche ich immer mehr bei mir und meinem Leben zu bleiben. Anderen zu gefallen – gehört hier zu den großen Themen, welcher ein großer Teil meines Lebens war. Alles hängst miteinander zusammen. Wenn man Konflikte scheut, dann versucht man sie zu vermeiden, in dem man selbst keine schafft. Damit ist nun schluss! Es gehört zum Leben dazu, andere Wünsche und Forderungen zu haben und damit Konflikte zu schaffen. Wichtiger hierbei ist die Auseinandersetzung damit. Bleibt man authentisch, so zieht man langfristig auch die richtigen Menschen an.
Vor einigen Monaten ist mir ein toller Spruch über den Weg gelaufen, den ich zu meinem persönlichen Leitspruch erkohren habe:
“Du bist nicht auf diesem Planeten, um anderen zu gefallen! Du bist kein Hofnarr!” Ich lebe einzig und allein für mich und meine Familie. Nur so bleibt man bei sich. Früher bin ich ungeschminkt nicht mal aus dem Haus gegangen! Wie krass. Heute bin ich stolz wer ich bin und wie ich aussehe. Alles nur durch Arbeit an mir selbst.

Fazit

Es ist toll dieses persönliche Wachstum wahrzunehmen und gleichzeitig nicht leicht an seine Grenzen zu stoßen. Ehrlich gesagt, habe ich nicht damit gerechnet, dass meine Wünsche sich so intensiv erfüllen. Ich dachte an mehr Yoga und Meditation. Dadurch hatte ich mir mehr Wachstum erhofft. Doch allein die Reise sorgt für eine enorme Erfahrung. Wahnsinn – Hüte dich vor deinen Wünschen.
Dennoch bin ich dankbar dafür. Solche Chancen können genutzt werden. Das Leben stellt sie bereit! Flucht bleibt immer als Option. Scheitern oder Lernen? Deine/ Meine Wahl!

Quelle Bild:
Bild von John Hain auf Pixabay

Das Ammenmärchen vom Sonnenschutz

Das Ammenmärchen vom Sonnenschutz geht schon ziemlich lange. Genau genommen wurde die erste Sonnencreme 1933 von einer Bayer Tochterfirma entwickelt. Welcher Zufall1? Eine der führenden Pharmakonzerne sowie auch mittlerweile führende Firma in Sachen Saatgut, Herbizide und Biotechnologien zur Erzeugung gentechnisch veränderter Feldfrüchte².  Eine Firma, die also das gesamte Leben des Menschen beeinflusst. Von Nahrung bis hin zur Medizin.

Warum schreibe ich diesen Artikel
Ich beschäfte dich schon sehr lange mit einem Lebenswandel der so natürlich wie möglich sein soll. Hierzu gehören verschiedene Aspekte des Lebens, wie beispielsweise Ernährung, Einsatz von Kosmetikprodukten oder der gesamte Bereich der menschlichen Kindesentwicklung. Siehe auch hierzu meine Artikelserie: https://diereiseritter.wordpress.com/2019/02/09/apell-an-die-natuerlichkeit-teil-1/
Seit dem wir ein Baby haben, ist mir sehr wichtig, welche Produkte genutzt werden und mit welchen Substanzen mein Kind in Berrührung kommt. Der Körper soll sich so natürlich und gesund wie möglich entwickeln. Schließlich ist das die Basis für sein ganzes weiteres Leben. 2017-09-30-19-17-54

Nun erhalten aber frischgebackene Eltern erstmal Vitamin D in Tablettenform für den Säugling und sollen ihn täglich damit versorgen. Hiermit fing die Recherche für mich an. Vitamin D wird von der Sonne auf der Haut erzeugt und dann absorbiert. Sollten wir nicht versuchen so viel wie möglich an Vitamin D natürlich zu erlangen? Das setzt vorraus, dass das Kind so oft und so viel wie möglich an der Sonne ist und nicht von Kleidung oder Kinderwagen abgeschirmt wird, wie es eben üblich ist. Ein Mützchen und Socken im Sommer. Ein Sonnenschirm am Kinderwagen. Es ist mir so oft aufgefallen und ich habe das Thema immer wieder angesprochen. Alle, wirklich alle haben Angst vor Sonnenbrand und eventuell einen Windzug. Nun – ohne jemanden angreifen zu wollen – man kann es auch übertreiben. Ich habe nun einen zweijährigen Jungen, mit dem ich ständig draußen war und dieser nicht einmal einen Sonnenbrand oder einen Zug bekam. Seit Januar sind wir in Spanien und auch hier habe ich nicht gecremt. Dazu später mehr. Ich möchte aufzeigen, worauf es ankommt und was dahinter steckt 🙂

Schädliche Substanzen in Sonnencremes
Grundsätzlich gibt es sicherlich Situationen und Orte, in denen Sonnenschutz wirklich wichtig ist und in irgendeiner Form genutzt werden sollte. Aber auch muss man wieder sagen, die Menge machts. Es grenzt an Wahnsinn besonders unsere Kinder ständig mit Sonnenschutzcreme einzureiben, bis sie weiß glänzen. Damit die Sonnenschutzcreme auch gut wirkt, muss sie mehrmals täglich aufgetragen werden. Natürlich nehmen wir die Inhaltsstoffe über die Haut auf. Hierzu zählen auch krebsauslösende Substanzen, die leider noch in der EU zugelassen sind. Mittlwerweile gibt es Zusammenhänge zwischen Sonnencreme und Hautkrebs. Eine weitere Chemikalie Oxybenzone (4-methoxy-2-hydroxybenzophenone), die als UV-Blocker verwendet wird, steht im Zusammenhang mit Unterentwicklung bei Babys zur Geburt und damit in der Folge weiter chronische Erkrankungen auszulösen³. Das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Veterinärmedizinischen Fakultät an der Universität Zürich fand heraus, dass Sonnenschutzcremes hormonaktive Substanzen enthalten und sogar in die Muttermilch übergehen. Diese Stoffe beeinflussen die Entwicklung, da sie den Hormonhaushalt stören. Die Ausmaße hiervon sind aber noch zu unerforscht4.

Vitamin D
Eigentlich handelts es sich hierbei um ein Hormon, welches lebensnotwendig ist. Vitamin D beugt verschiedene Krankheiten vor. Es ist für den Kalzium-Stoffwechsel notwendig, unterstützt das Knochenwachstum bzw. die Knochendichte und das Immunsystem.
Wenn wir aber Angst vor Sonneneinstrahlung haben und uns mit Sonnenschutzcreme bedecken, produziert die Haut kein Vitamin D und wir entwickeln einen Mangel.

Zurück zu meiner persönlichen Geschichte

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Ich wollte meinem Baby keine künzlichen Vitamin D Tabletten verabreichen. Stattdessen sorgte ich dafür, dass er täglich an die frische Luft kam, ohne Mützchen und ohne Söckchen. Umso wärmer es war um so weniger Kleidung trug mein Baby und konnte so über immer größere Körperflächen Vitamin D selbst produzieren. Mützchen, Hut und andere Kleidungsstücke verhindern dies aber. Im Winter ist das natürlich nicht ganz so einfach, aber wenn wir uns oft draußen aufhalten, kann der Körper Vitamin D produzieren. Sein Gesundheitszustand war top. Mein Sohn war ganz selten krank. Mit krank meine ich Schnupfen oder Husten. Das wars auch schon. Solange man nicht stundenlang Sonnenbadet, wie das heute in Schwämmbädern und Co. üblich ist, bekommt man auch keinen Sonnenbrand. Zudem baut sich der Hautschutz langsam im Laufe des Frühlings auf. Durch den ständigen Sonnenkontakt hat die Haut auch die Chance einen eigenen Sonnenschutz aufzubauen. Wird das der Haut verwehrt und durch Schwimmbadbesuche o.ä. schlagartig intensiviert, kann die Haut die viele starke Sonneneinstrahlung nicht abwehren und reagiert mit Sonnenbrand. Hinzu kommt dass man sich normalerweise bewegt und durch die Bewegung auch die Sonne nicht nur auf eine Hautpartie trifft. Sonne und Schatten wechseln sich bestenfalls ab. So wird die Haut nicht überlastet. Da ich mit meinem Kind ständig im Tragetuch spazieren war, erreichten wir genau den eben beschriebenen Effekt.
Als wir unsere Weltreise starteten und wir uns plötzlich mit mehr Sonneneinstrahlung in Spanien auseinandersetzen mussten, überlegte ich schon kurz nach natürlichem Sonnenschutz, wie z.B. Kokos- oder Möhrenöl. Aber wir verhielten uns genau so wie zuvor in Deutschland. Wir überstrapazierten die Sonnenbadestunden am Strand nicht. Kinder liegen sowieso nicht nur und sonnen sich. Allein die Bewegung macht viel aus. So dass Neo trotz hellem Hauttyp keinen einzigen Sonnenbrand hatte und nun schön braungebrannt ist.
Ich vermute, dass hier auch eine normale ausgewogene Ernährung ebenfalls eine Rolle spielt. Von allem etwas und nicht zu viel oder einseitig. Hat der Körper alles was er braucht, ist die Haut gut gewappnet vor äußeren Einflüssen.

 

 

Quellen:

1https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/erfindungen/tid-19317/sommerhitze-1933-sonnencreme-eine-maedchensache_aid_535432.html
²https://www.tagesschau.de/wirtschaft/monsanto-uebernahme-103.html
³https://www.zentrum-der-gesundheit.de/sonnencreme-ia.html
4https://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=m2008-06-26-1312&pc=s02

Die Campergemeinde – Beeindruckende Menschen

Nachdem wir nun 3,5 Monate mit dem Wohnmobil durch Frankreich, Spanien und nun Portugal gereist sind/ reisen, wird es Zeit über die Wohnmobilgemeinde etwas zu erzählen.

Was verbindet
Die Menschen reisen mit dem Wohnmobil und suchen nach tollen Plätzen. Es sind überwiegend offene, gesprächige Menschen, die sich austauschen möchten. Alle sind sehr gerne in der Natur und suchen nach viel Sonne. Sie kommen gut zurecht auf engen Raum zu leben. Sie reisen gern.
Manche sind älter. Manche sind jünger. Einige reisen mit Hunden oder Katzen. Manche haben Kinder dabei und eventuell Tiere. Die Campergemeinde ist echt besonders, weil man sich irgendwie verbunden fühlt. Schließlich hat man gleiche Interessen und Leidenschaften. Das verbindet, egal wie alt. Erstaunlich ist die unglaubliche Hilfsbereitschaft der Camper. Wenn sie helfen können, machen sie das. Ebenso toll ist der Zugang zu Ihnen. Damit meine ich, egal wie alt oder welcher Beruf. Das interessiert hier nicht. Man quatscht offen, meist mit “Du”-Anrede einfach über alles. Alle sind neugierig, denn hinter jedem Wohnmobilreisenden steckt eine wirklich interessante Geschichte. Jeder ist eben an anderen Geschichten interessiert.

Was sind das für Leute?
Es gibt die Rentner, die nun ihre Zeit mit Reisen verbringen wollen, aber mit mehr Freiheitsgefühl. Die haben keine Lust auf Hotel und vorgefertigtes Programm. Sie wollen tolle Plätze sehen und davon gibt es genug. In einem Hotel ist der Radius um Plätze und Orte zu erkunden eher kleiner. Schließlich muss man mit Bus oder Mietwagen vorwärts kommen und dabei bedenken, dass man am Abend wieder zurück sein muss. Ganz anders natürlich im Wohnmobil. Es ist immer alles dabei was benötigt wird. An Orten, die toll sind, bleibt man stehen. Es gibt keinen Radius in dem man sich bewegen muss. Fahren wie es einem beliebt. Von den Rentner haben wir so viel lernen dürfen. Viele reisen schon seit 20 Jahren regelmäßig mit dem Wohnmobil in den Urlaub und können auf eine große Erfahrungspalette zurückblicken. Hier gabs für uns Tricks und Tipps von Insidern.
Wer mit dem Wohnmobil reist, hat aber dennoch paar Sachen zu beachten. Es muss regelmäßig die Toilette und das Abwasser entleert werden, sowie Frischwasser getankt. Demnach muss man sich sowieso alle paar Tage bewegen. Uns selbst hat dies meist zum weiterfahren animiert. Immer weiter runter Richtung Südspanien.
Dann gibt es diejenigen, die Urlaub mit dem Wohnmobil machen. Hier liegen die gleichen Motive vor, wie weiter oben beschrieben.
Die für mich interessantesten, sind diejenigen, die ihr Leben im Wohnmobil verbringen. Hier gibt es auch jedes Alter. Teilweise auch Alleinstehende – beeindruckend.

Familien im Wohnmobil

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In Portugal nun, in Falesia, trafen wir 5 Familien, die mit ihren Kindern reisen. Alle haben ihr Hab und Gut zu Hause verkauft, die Heimat verlassen und Leben nun im Wohnmobil. Hierbei zählen zu den Hauptgründen, die bevorstehende Schulpflicht und das Hamsterrad zu verlassen, in dem sich alle bewegten. Manche lösen sich aus gesundheitlichen Gründen vom System, da es sie krank macht. All diese Menschen wollen frei leben, Zeit für die Familie und das Leben haben und suchen nach dem Abenteuer. Gleichzeitig suchen sie Anschluss und Austausch. Genau so etwas haben wir auch gesucht.
Das Umfeld ist oft leicht geschockt bis hin zu Ablehnung und so ist es wunderbar sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Natürlich ist das alles auch nicht ganz einfach. Es gibt einige Stolpersteine und Herausforderungen zu bewältigen. Auch hier andere Geschichten zu hören tut wirklich gut.

Die Campergemeinschaft ist ein besonderer Schlag Mensch. Es ist wunderbar jetzt auch dazu zu gehören.

DieReiseRitter

Yoga! Aber bitte auf der richtigen Matte

Ich muss gestehen, es geht hier auch um Eigenwerbung. Aber warum nicht?

Ich habe in die Auswahl meiner Yoga-/ Sportmatten sehr viel Zeit investiert, habe viel Recherchearbeit geleistet, Materialien getestet und schließlich alles auf Unbedenklichkeit untersuchen lassen.

Viele Yogabegeisterte beginnen meist mit einer sehr günstigen Yogamatte, die sie möglicherweise im Supermarkt im Angebotssortiment entdeckt haben. Diese kosten meist nicht mehr wie 10 Euro. Klar das kann man machen. Mein Mann sagt immer: „Wer günstig kauft, kauft zweimal!“. Ich muss euch sagen, er hat so gut wie immer recht damit. So auch bei dem genannten Yogamattenschnäppchen. Diese günstigen Yogamatten sind als Sportunterlage sicherlich auch einsetzbar, aber machen dauerhaft nicht allzu viel Spaß.

Das Material ist oft PVC Schaum und/ oder Polyester. Die Matte ist so leicht und steif, dass es unschön ist, auf ihr zu trainieren. Sie liegt nicht fest auf dem Boden auf, sondern biegt sich nach oben. Bei Übungen muss sie also immer wieder runter gedrückt werden. Freude am Sport sieht anders aus.

Hinzu kommt die kritische Materialauswahl. PVC ist nach wie vor ein kritisch zu betrachtendes Material, auch wenn viele Artikel und Testergebnisse etwas anderes behaupten. Beschäftigt man sich intensiver mit Polyvinylchlorid, so nimmt man automatisch eher Abstand davon. Es ist erbgutschädigend, fruchtbarkeitsschädigend und krebserregend. In meinem Artikel zum Thema könnt ihr mehr Informationen nachlesen: https://diereiseritter.wordpress.com/2018/12/12/warum-sollte-eine-yogamatte-trainingsmatte-nicht-aus-pvc-bestehen-wie-bedenklich-ist-polyvinylchlorid/

Allein aber das unschöne aufbiegen der günstigen, sehr leichten Matten lässt die Lust schwinden. Also kaufen sich viele, die weiter trainieren wollen, doch eine neue Yogamatte. Hier möchte ich auf das tolle TPE Material verweisen. Yogamatten von RunningWater haben eine samtig weiche Oberfläche, die viel Grip hat und somit sehr rutschfest ist.

RunningWater Yogamatten

Sie wiegt 860g, also fast 1 kg und liegt damit auch besonders gut auf dem Boden. Hier biegt sich nichts nach oben oder unten. Egal wo trainiert wird, hinterher lässt sie sich wunderbar reinigen. Was ich schon öfter gemacht habe. Ich nutze nämlich die Yogamatte vor allem Outdoor: auf Wiesen, am Strand, auf dem Parkplatz um die Ecke, also auf Asphalt und anderen Untergründen. Da ist sie schon auch mal sehr dreckig geworden. Besonders auf leicht nassen Wiesen waren später Grasflecken darin. Aber mit etwas Wasser und einem Lappen konnte ich alles entfernen. Wirklich easy.

Das Material riecht nicht nach Plastik oder anders stark chemisch. TPE wird wegen seiner Beschaffenheit immer häufiger auch in der Medizin verwendet. So wurden auch meine Yogamatten auf Schadstoffe geprüft und erhielten ein Unbedenklichkeitszertifikat. Das Material wäre sogar für Kinderspielzeug, Schnuller und Co. geeignet und erlaubt! Ja genau so sollte das sein, wenn ich eine Yogamatte kaufe! Schließlich mache ich darauf Sport mit meinem ganzen Körper und nehme schlimmstenfalls Schadstoffe darüber auf, statt mich zu beflügeln. Zudem habe ich ein Kleinstkind bei mir, welches gerne mit Mama trainiert.

mother and son doing yoga (sports exercises), have fun and spend a good time together . isolated on white. the concept of a healthy lifestyle

Da ist es mir besonders wichtig, dass er nur mit unschädlichen Materialien in Berührung kommt. Jedenfalls soweit ich das steuern kann!

RunningWater Yoga-/Trainingsmatten sind ökologisch, zu 100 % recycelbar und hypo-allergen. Deswegen, wie oben bereits erwähnt, wird das Material gerne auch in der Medizin verwendet.

Die Trainingsmatten sind 0,6 cm dick. Ideal um eine wirklich gute dämpfende und isolierende Wirkung zu erlangen, sowie Standfestigkeit zu behalten. Ist das Material zu dick, kann es zu Gleichgewichtsverlusten kommen.

Ich habe diese Yogamatte ausgiebig getestet und bin wirklich begeistert. Daher habe ich mich dafür entschieden diese zu verkaufen und hier zu bewerben.

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Viel Spaß und Freude am trainieren.

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Leben im Wohnmobil – Wasserversorgung/ -entsorgung, WC & Stellplätze

Wasserversorgung/ -entsorgung Wohnmobil

Ich muss tatsächlich gestehen, dass ich mir vor unserer Abreise keinerlei Gedanken darüber gemacht habe, wie oder wo wir unser Wasser herbekommen oder wohin mit dem Abwasser? Ich dachte das findet sich alles unterwegs und genauso war es auch. Schließlich reisen so viele Wohnmobile durch die Welt und dafür gibt es sicherlich Lösungen. Wie genau sehen die aus?

Dies unterscheidet sich von Land zu Land. Für die ersten Länder in Europa die wir bereist haben, kann ich aber Antworten geben.

Europa ist insgesamt durchzogen von kostenlosen Stellplätzen mit Wasserentsorgung/ -versorgung und WC-Entleerungsmöglichkeiten.

Erfahrungen in Frankreich

In Frankreich haben wir uns ca. 2 Wochen aufgehalten und unseren Wassertank, der 50 l Fassungsvermögen hat, nicht oft auffüllen müssen, da unsere Dusche zu dem Zeitpunkt nicht mit Warmwasser funktionierte. Dementsprechend kamen wir lange hin damit. Zusätzlich hatten wir da noch zwei 5 l Faltkanister dabei.

An Versorgungsstationen kann man überwiegend für 2,- € Wasser auftanken. So viel der Tank benötigt. Entsorgung von Abwasser und WC war bisher immer kostenfrei.

Kostenloses Wasser oder gegen einen kleinen Obolus bekommt man auch an Tankstellen. Manchmal kann direkt der Wasserschlauch angeschlossen werden und manchmal bekamen wir wenigstens unsere Kanister gefüllt. Wir haben auch von Wohnmobilreisenden gehört, die ausschließlich Quellwasser nutzen, jedoch haben wir nie eine Quelle finden können. Verschiedene Karten und Apps waren hier erfolglos. Wiederrum nutzen wir zwei Apps für die kostenlosen Stellplätze und können diese nur weiterempfehlen:

  • Womo-Stellplatz.eu Free
  • park4night

Hier werden die Optionen direkt angezeigt, beispielsweise WC-Entsorgung, kostenfreies Wasser, Stellplatz-Standort, nur parken uvm.

Ehrlich gesagt ist das ziemlich überwältigend, dass es so unglaublich viele kostenlose Plätze gibt, wo die Toilette und Abwasser entsorgt werden kann.

Hier haben wir oft an so tollen Plätzen gestanden. Manchmal aber auch eher neben Garagen.

Wohnmobilparadies Spanien

Ab der Ankunft in Spanien kam die große Überraschung dazu, dass an den Versorgungsstationen auch kostenlos Wasser zur Verfügung steht. Ja ihr lest richtig, kostenlos! Für uns Deutsche unfassbar. Zunächst dachten wir, dass sei selten und dass wir Glück hatten. Aber wir mussten feststellen, dass eigentlich ganz Spanien mit solchen Möglichkeiten durchzogen ist. Außer in den Großstädten, wie Barcelona oder Valencia. Hier muss man außerhalb fahren um kostenfrei Abwasser und WC entsorgen zu können. Wasser aber wiederum gibt es hier an jeder Ecke kostenfrei für alle. An Spielplätzen, an öffentlichen Sport- und Trainingsmöglichkeiten, in Parks, am Strand. Nicht geeignet um einen Schlauch anzuschließen, aber Kanister befüllen ist kein Problem. Auch der Wassergeschmack unterscheidet sich schon deutlich von der deutschen Qualität. Es ist ordentlich Chlor beigemischt und das mehr als in Deutschland. Dies unterscheidet sich aber von Ortschaft zu Ortschaft. Manches Wasser ist so sehr mit Chlor versetzt, dass man es riechen kann, wenn es in Topf oder ins Waschbecken eingefüllt wird. Es ist auch Geschmackssache. Einen Tee sich damit zu kochen ist wirklich stark gewöhnungsbedürftig. Bei Kaffee oder im Essen macht es uns persönlich nichts aus. Wir trinken das Wasser also eher selten so zum Durst löschen. Hierfür kaufen wir Wasser ein.

Ver- und Entsorgungfahrten

Seit dem unsere Dusche genutzt wird, müssen wir alle zwei bis drei Tage zu solch einem Stellplatz fahren um die Toilette und Abwasser zu entsorgen, sowie Frischwasser zu tanken. Wir haben zum 50 l Tank aber noch zusätzlich ca. 25 l Wasser in Kanistern dabei. Dazu muss erwähnt werden, dass wir alle zwei Tage duschen, dazwischen wird sich gewaschen. Jeden morgen wird Kaffee und Cappuccino getrunken, täglich gekocht und abgewaschen. Ach und unsere Toilette wird auch mit diesem Wasservorrat gespült.

Stellplatzsuche

Mittlerweile haben wir auch andere Camper kennengelernt, die ganze Bücher mit freien Stellplätzen Europaweit besitzen. Also wie ihr sehen könnt ist die Versorgung zumindest in Europa gut ausgebaut. Jedoch, umso weiter runter wir kommen, umso rarer werden die kostenlosen Versorgungsstationen.

Zum Thema Stellplätze sind wir recht locker ran gegangen. Schließlich haben wir ein Wohnmobil bis 3,5 t Gesamtgewicht und könnten theoretisch fast überall ohne Probleme parken und somit auch wenigstens über Nacht stehen. In Deutschland standen wir erst abseits in einem Industriegebiet, bis wir die oben erwähnten Apps gefunden haben. Dann haben wir uns meist freie Stellplätze für Wohnmobile gesucht. Aber immer wieder dazwischen stehen wir einfach an Parkplätzen direkt am Strand. Manchmal auch mehrere Tage ohne Probleme. In Spanien ist das Übernachten im Wohnmobil auf Parkplätzen nicht gestattet. Aber ehrlich gesagt, bis hier hin (Murcia) gab es keinerlei Probleme mit unseren Stehplätzen. Immer wieder ist beispielsweise in Barcelona die Polizei vorbeigefahren und hat uns in Ruhe gelassen. Ich muss bemerken, es ist Nebensaison. Zudem haben uns jetzt andere Wohnmobilreisende gewarnt, dass es in Andalusien nicht mehr so einfach sei. Hier würde die Polizei oft sehr streng vorgehen. Wir werden auf jedenfall darüber berichten.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Leben im Wohnmobil sich gut und günstig umsetzen lässt, insbesondere was die Wasserversorgung und WC-Entsorgung, samt Stellplatz angeht.

Hier unser Video dazu:


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Weltreise mit Kind im Wohnmobil – 6 Wochen Rückblick

Wie läuft das Leben also mit Kind im Wohnmobil?

Natürlich wie alles im Leben muss man sich verändern und anpassen. Wir freuten uns auf das Reisen im Wohnmobil. Viel Mühe und Arbeit steckten wir in die Umgestaltung und Ausstattung unseres Caravans. Der Innenraum sollte so gemütlich wie möglich gestaltet werden und unseren Anforderungen gerecht werden.

Besonders wichtig war die Anbringung der Solaranlage, welche Marcel übernommen hat. Alles war Neuland. Keine Ahnung von Elektroinstallationen, Batterien, Gas-Heizungsanlagen und vielem mehr. Zu all den Themen hat er sich Fachwissen angeeignet. Wie beeindruckend. Wir wussten insgesamt nicht wirklich viel zum Leben im Wohnmobil. Aber wer will, der bekommt es auch hin. Natürlich hatten wir hier und da auch Unterstützung, beispielsweise bei der Verkabelung der Solaranlage.

Alles war also soweit vorbereitet. Eine Woche vor Abreise (28.12.2018) machte Marcel den letzten Check zur Funktionstüchtigkeit aller technischen Geräte, wie Heizung, Wasserpumpe, Boiler etc. Schockierenderweise stellten wir fest, dass der Boiler defekt war. Irgendein elektronischen Problem. Zwischen 300 € gebraucht und 600 € neu hätte uns das Ganze gekostet. Statt Frust zu schieben, entschieden wir uns, uns damit abzufinden. Wir wollten schließlich ins Warme und irgendeine Möglichkeit hätte sich schon gefunden. Wahrscheinlich wären wir bei 40°C Außentemperatur froh über eine kühle Dusche. Anfangs wollten wir uns einfach mit Waschlappen waschen und ab und zu hätten wir uns eine Dusche im Motel oder Campingplatz gegönnt. Unser Kind passt noch in eine kleine viereckige Waschschüssel, so dass wenigstens er ab und zu mal baden konnte :-). In Barcelona, also nach 3 Wochen, ging der Boiler wieder und wir hatten ab sofort eine warme Dusche im Wohnmobil. Ihr könnt euch nicht vorstellen was für ein Luxus das plötzlich war. Wir vermissten vorher nichts, aber als die Dusche ging, war das unbeschreiblich schön.

Ungefähr zwei Wochen reisten wir durch Frankreich, bis uns die Kälte nervte und wir genug von Frankreich hatten. Eine Woche davon allein verbrachten wir in Straßburg. Solch eine faszinierende und funkelnde Stadt.

Über die Pyrenäen rüber sahen wir nochmal den Winter ein letztes mal in vollem Umfang. Eisiger Wind, Schnee und gefrorene Landschaft. Es war wirklich so schön.

Am späten Nachmittag dann, kamen wir in Spanien, in Ventallò an. Blöderweise mussten wir erstmal zu einem Caravan Shop, da es uns die Dachluke im Alkhoven abgerissen hat. Irgendwie hab ich wohl vergessen sie zu schließen. Wir mussten durch heftige Windböen durch, bei den wir gefiebert haben, dass es uns nicht umwirft. Plötzlich gabs einen Knall und im Dach war ein Loch… Ein neues Dachfenster hat uns 170,- € gekostet. Sehr schmerzhaft!

Aber der Ort an dem wir dann übernachteten, Sant Marti d’Empúries, entschädigte uns und wir werden ihn so schnell nicht vergessen! Es war so wunderschön, direkt am Meer, einsam und doch so romantisch. Überzeugt euch selbst…

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Nach drei Tagen zog es Marcel nach Barcelona. Das war fast wie ein Kulturschock. Eine absolute Metropole. Dennoch auch hier konnten wir mehrere Tage direkt am Meer stehen.

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Das Leben im Wohnmobil gefällt uns immer besser. Wir mussten uns erst einspielen und es galt Hürden zu überwinden. Ich musste mich sehr in Geduld und Rücksichtnahme üben. Ständig stand mir irgendwer oder irgendwas im Weg. Ach war das nervig… Nun ja das klappt mittlerweile ziemlich gut. Ebenso schwierig war es die verstauten Sachen zu finden, die gerade gebraucht wurden. Unvorstellbar, dass man in einem so kleinen Wohnmobil suchen muss. Aber dadurch, dass die Schränke vollgepackt werden müssen, damit überhaupt alles Nötige mitkonnte, müssen sie auch entsprechend wieder ausgeräumt werden um an Dinge zu gelangen, die sich bis hinten befinden. Eben mal schnell was kochen und wie gewohnt nach Gewürzen und anderem Zubehör zu greifen, funktioniert nicht, ohne dass dir beispielsweise deine Zwiebeln anbrennen. Auch dies kostete etwas nerven, bis wir uns angepasst haben. Auf einem Gasherd geht auch alles schneller, als zu Hause auf dem Elektroherd. Damit meine ich: die Zwiebeln verbrennen schneller 🙂

Insgesamt aber fühlen wir uns sehr wohl im Wohnmobil. Es findet sich relativ schnell eine ähnliche Struktur wie zu Hause. Bloß wachst du aber alle paar Tage an einem neuen Ort auf und kannst die Umgebung bestaunen und genießen. Was wir auch tun. Manchmal ist es schon verwunderlich, wie schnell man sich an Situationen gewöhnt: einzuschlafen im Großstadtlärm direkt an der Hauptstraße oder unter Vollbeleuchtung der Straßenlaternen (nicht mit dem Energiesparwahn in Deutschland vergleichbar ;-)). Manchmal konnten wir nur gar schlecht einschlafen, wenn wir beispielsweise direkt am Meer standen und es stürmte. Im Wohnmobil merkten wir jede Windböe und machten uns große Sorgen um Dachfenster oder Solaranlage.

Als wir uns mit der Weltreise beschäftigten, wollten wir diese vor allem auch nutzen um uns weiterzuentwickeln, um zu uns selbst zu kommen. Wir wussten auch, dass wir vor Problemen nicht weglaufen konnten. Dennoch erleben wir die Konfrontation noch intensiver als gedacht. Wir müssen uns mit uns selbst auseinandersetzen und uns verändern. Vorausgesetzt man möchte seine Wünsche und Ziele erreichen. Dies ist ein hartes Stück Arbeit. Streitereien begleiteten uns eine Zeitlang, trotz gemeinsamer Träume.

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Neo, unser Sohn hat sich ganz gut mit der Reisesituation angefreundet. Noch zu Hause machten wir uns darüber ziemlich viele Sorgen, da er maximal ca. 1 Stunde am Stück Autofahren konnte/ wollte. Wie sollte das erst auf Reisen werden? Aber es kam anders, als wir dachten. Anfänglich nutzen wir auch Mittagsschlafzeiten und animierten ihn mit gemeinsamen singen. Wenn er uns signalisierte, dass es absolut nicht mehr geht, legten wir den Fahrstopp ein. Mit den Tagen und Wochen reisten wir immer kürzer und langsamer. Wir bleiben meist mehrere Tage an einem Ort, bis es weiter geht. In den ersten paar Tagen, als sich alles noch einspielen musste, merkten wir, wie sehr Neo jetzt Aufmerksamkeit brauchte und sie auch einforderte. Als wir am Stellplatz ankamen, waren wir beide beschäftigt. Einer mit Essen machen und der Andere bereitete das Wohnmobil vor. Neo zeigte hier deutlich, dass dies so nicht funktioniert! Schließlich mussten wir auch lernen und uns auf unser Kind, wie auch auf alles andere einzustellen. Mittlerweile klappt alles ziemlich gut. Neo genießt die viele Zeit draußen in der Natur und am Strand. Mehrmals die Woche werden Spielplätze anvisiert und ausgetestet. Was hier in Spanien auch problemlos möglich ist, da hier in jedem noch so kleinen Ort mindestens ein toller Spielplatz zu finden ist. Auch an den Stränden finden sich alle paar Meter Spielplätze. So etwas sind wir von Deutschland nicht gewöhnt.

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Alles in Allem sind wir sehr glücklich im Wohnmobil zu reisen und zu leben. Wir kommen immer besser zurecht und genießen die Vorzüge. Es gab Einiges was wir auch schmerzlich lernen mussten, beispielsweise das Kontrollieren vor dem losfahren: Fenster schließen, alles einräumen damit wir nichts überfahren oder verlieren und langsames/ bedachtes Fahren. Schlimmstenfalls verschiebt sich etwas oder reißt auseinander. Das ist nicht wie fahren mit einem Auto!

Aktuell aber wünschen wir uns, so lange wie möglich weiter zu reisen und die Welt zu entdecken.

Im nächsten Artikel erzählen wir euch noch mehr Details zum Wohnmobilleben, insbesondere was die Wasserver- und entsorgung angeht.